Kinder spielen und toben. Werden sie zu wild, können sie sich in ihrem Übermut verletzen. Wenn Sie wissen, wie Sie Ihrem Kind helfen können, gehen kleinere und auch größere Unfälle in den meisten Fällen glimpflich aus.
Bewusstlos: Die Sinne schwinden
Glücklicherweise fallen Kinder nur selten in eine richtig tiefe Bewusstlosigkeit. Sie als Eltern könnten das Kind dann auch weder durch Ansprechen noch durch Rütteln oder Kneifen wecken. Bewusstlosigkeit ist die Folge von Sauerstoffmangel im Gehirn. Der entsteht zum Beispiel bei Krampfanfällen, bei Kopf- und Hirnverletzungen, wenn ein Kind fast erstickt oder ertrunken ist. Bewusstlos werden aber auch Diabetiker, die unterzuckert sind.
Das können Sie bei Bewusstlosigkeit tun:
Atmung Ihres Kindes überprüfen, indem Sie Ihr Ohr direkt über Mund und Nase halten.
Kreislauf überprüfen, indem Sie den Puls an der Halsschlagader oder der Innenseite des Oberarms prüfen.
Bei instabilem Kreislauf, also wenn Herzschlag oder Atmung aussetzt: zwei Atemspenden auf 30 Herzdruckmassagen.
Säuglinge auf den Bauch, Kinder in die stabile Seitenlage legen.
Notarzt unter der Nummer 112 anrufen. Legen Sie nicht von sich aus auf, wenn Sie meinen, alles gesagt zu haben. Der Sprecher der Einsatzzentrale beendet das Gespräch, wenn er alle notwendigen Informationen hat.
Ohnmacht: Der Körper hilft sich selbst
Eine Ohnmacht dauert nur ein paar Minuten. Das Kind wacht dann ganz von allein wieder auf. Die Ohnmacht wird durch eine Kreislaufschwäche verursacht, bei der sich zunächst die Gefäße erweitern. In der Folge sackt das Blut nach unten, das Gehirn bekommt nicht mehr genug Sauerstoff. Der Körper hilft sich dann selbst, indem er zu Boden sinkt – und so wieder Blut zum Gehirn fließen kann. Kinder werden ohnmächtig, wenn es zu heiß ist oder wenn sie große Schmerzen haben.
Das können Sie dann tun:
Bringen Sie Ihr Kind in eine waagerechte Körperhaltung, lagern Sie seinen Kopf etwas tiefer als den Körper. Legen Sie die Beine des Kindes hoch. Lockern Sie die Kleidung: Hose, Rock, einengende Reißverschlüsse am Hals.
Öffnen Sie die Fenster und lassen Sie frische Luft herein.
Beobachten Sie Ihr Kind auch, wenn es wieder wach ist. Es könnte erneut ohnmächtig oder bewusstlos werden.
Constanze Löffler