Ratgeber Kinderkrankheiten

7. August 2008, 21:40 Uhr

Erste Hilfe für Kinder

Notfälle

Kinder spielen und toben. Werden sie zu wild, können sie sich in ihrem Übermut verletzen. Wenn Sie wissen, wie Sie Ihrem Kind helfen können, gehen kleinere und auch größere Unfälle in den meisten Fällen glimpflich aus.

Verbrannt, verbrüht

Lektion heiße Herdplatte

Fast jedes Kind muss einmal in seinem Leben aus leidvoller Erfahrung erkennen: Herdplatten sind heiß. Ebenso Tee, Kaffee oder die Kerze, an der sich so schön kokeln lässt. Und nicht immer kommt der kleine Abenteurer mit einer Brandblase davon.

Je mehr Haut verbrannt oder verbrüht ist, desto gefährlicher wird es. Ist die Hautoberfläche nicht mehr intakt, verliert der Körper Wasser. Dadurch sinkt der Blutdruck, lebenswichtige Organe werden nicht mehr durchblutet. Das Kind bekommt einen lebensgefährlichen Schockzustand. Und durch die verletzte Haut können Keime eindringen, die Wunde entzündet sich.

Das können Sie tun, wenn Ihr Kind sich verbrannt oder verbrüht hat:

Löschen Sie brennende Kleidung sofort mit Decken, mit Wasser oder durch Wälzen auf dem Boden.

Öffnen Sie die Brandblasen auf keinen Fall, sie können sich sonst entzünden.

Ziehen Sie bei Verbrühungen schnell, aber vorsichtig die Kleider vom Leib.

Die Stelle kühlen, den Körper wärmen

Kühlen Sie die verbrannten oder verbrühten Stellen mit Wasser und feuchten Tüchern - mindestens zehn Minuten bis zu einer Stunde lang. Nehmen Sie aber kein eiskaltes Wasser: Es kann die Haut weiter schädigen und außerdem das Kind unterkühlen. Decken Sie nach dem Kühlen die Haut mit einem sauberen Laken oder einer speziellen Verbrennungsfolie ab.

Wärmen Sie den restlichen Körper des Kindes mit einer Wolldecke: Nichts verbraucht so viel Energie wie die Anstrengung des Körpers, seine Wärme zu halten!

Auf keinen Fall sollten Sie zu folgenden alten Hausmitteln greifen: Puder, Mehl, Öl oder Salben.

Rufen Sie den Notarzt unter der Rufnummer 112. Legen Sie nicht von sich aus auf, wenn Sie meinen, alles gesagt zu haben. Der Sprecher der Einsatzzentrale beendet das Gespräch, wenn er alle notwendigen Informationen hat.



Constanze Löffler

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