Kinder spielen und toben. Werden sie zu wild, können sie sich in ihrem Übermut verletzen. Wenn Sie wissen, wie Sie Ihrem Kind helfen können, gehen kleinere und auch größere Unfälle in den meisten Fällen glimpflich aus.
Retten, beatmen, zum Arzt
Bereits tiefere Pfützen und flache Gartenteiche können kleinen Kindern zum Verhängnis werden. Tatsächlich ist das Ertrinken die häufigste Todesursache bei Kleinkindern. Sie als Eltern sollten das wissen, damit Sie Gefahrenquellen in der Nachbarschaft im Auge halten können.
Nehmen Sie irgendetwas, woran sich das Kind festhalten kann, einen Rettungsring, ein Brett oder einen Stock. Ansonsten drohen auch Sie unterzugehen, wenn sich das panische Kind an Sie klammert.
Legen Sie das Kind, wenn es atmet, aber bewusstlos ist, in die stabile Seitenlage.
Wenn der Kreislauf still steht, geben Sie Atemspenden und Herzdruckmassagen: im Wechsel zwei Luftstöße in die Lunge und 30 Massage-Bewegungen.
Das Kind nicht schütteln
Versuchen Sie auf keinen Fall, die Lunge durch Schütteln von Wasser zu befreien: Dieser Versuch ist sinnlos, weil sich das Wasser dadurch nicht entfernen lässt. Außerdem verlieren Sie wertvolle Zeit, um Ihr Kind möglicherweise wiederzubeleben.
Rufen Sie den Notarzt unter der Nummer 112 an. Legen Sie nicht von sich aus auf, wenn Sie meinen, alles gesagt zu haben. Der Sprecher der Einsatzzentrale beendet das Gespräch, wenn er alle notwendigen Informationen hat.
Auch wenn es Ihrem Kind wieder gut geht, sollte es von der Ärztin untersucht werden, um Spätfolgen zu erkennen: Es kann sich Flüssigkeit im Lungengewebe sammeln und ein Lungenödem bilden.
Constanze Löffler