Kinder spielen und toben. Werden sie zu wild, können sie sich in ihrem Übermut verletzen. Wenn Sie wissen, wie Sie Ihrem Kind helfen können, gehen kleinere und auch größere Unfälle in den meisten Fällen glimpflich aus.

Glück gehabt: Arm gebrochen, Arm geschient, Kind lacht wieder© Henri Porchier/Colourbox.com
Wenn Kinder einen Unfall haben, passiert das meist nicht im Straßenverkehr. Es passiert zu Hause oder draußen beim Spielen. Glücklicherweise sind die Eltern oft in der Nähe. Gut, wenn sie dann wissen, wie sie ihrem Kind helfen können. Die folgenden Tipps und Ratschläge sind als erste Hilfestellung für Sie gedacht. Sie ersetzen natürlich keinen Erste-Hilfe-Kurs.
Bei kleineren Verletzungen ist das Naheliegendste das Beste: Sie trösten und beruhigen Ihr Kind. So merkt es, dass es nicht allein ist mit seiner Angst. Und vergisst meist schnell den Schreck. Bei größeren Verletzungen sollten Sie sich genauso verhalten, bevor Sie Ihrem Kind anderweitig helfen: Ihre Panik überträgt sich sonst auf den kleinen Pechvogel.
Ruhig bleiben, schnell handeln
In bedrohlichen Situationen wie Atem- und Kreislauf-Stillständen müssen Sie beherzt zugreifen: Atemspenden von Mund zu Mund oder von Mund zu Nase sowie Herzdruck-Massagen können Ihrem Kind das Leben retten. Durch die Beatmung füllen Sie seine Bronchien mit sauerstoffreicher Luft. Und die verteilen Sie dann durch die Herzdruck-Massage. Auch wenn Sie im Notfall nicht mehr wissen, wie viele Atemspenden und Massagen korrekt sind – das Wichtigste ist, dass Sie überhaupt anfangen!
Jemand anders sollte umgehend den Notarzt rufen. Sie erreichen ihn ohne Vorwahl unter der Rufnummer 112 – auch per Handy. Unter dieser Nummer erfahren Sie auch die Nummern der Giftnotrufzentralen und verschiedener Kinderkliniken im gesamten Bundesgebiet.
Constanze Löffler