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Bauchweh im Kopf

Migräne bei Kindern

Jedes zehnte Kind leidet heute unter Migräne. Obwohl den Kindern gut geholfen werden kann: mit Medikamenten und mit Trainings-Programmen. Doch zu viele Kinder werden in Deutschland zu spät behandelt - meist haben sich dann schon Probleme in der Schule ergeben.

Symptome

Da pocht und hämmert es

Gerade bei Kindern können die Symptome der Migräne vielfältig sein. Klagt Ihr Sprößling über Bauchweh? Hört Ihr Kind mitten im Spiel auf und legt sich hin? Ist ihm plötzlich schwindelig? All diese Symptome könnten für eine Migräne sprechen.

Ganz typisch ist es, wenn Ihr Kind pochende oder hämmernde Schmerzen im Kopf fühlt. Häufig schmerzen beide Kopfseiten. Den Schmerz nehmen die Kinder als Druck wahr. Ihnen ist dabei oft übel, sie erbrechen. Genauso wie Erwachsene reagieren Kinder empfindlich und gereizt auf Lärm, Licht und Gerüche.

Migräne-Anfälle kündigen sich häufig an. Mediziner sprechen dann von einer Aura. Kinder, die eine Aura haben, sehen plötzlich flimmernde Muster vor ihren Augen oder Lichtblitze. Zu einer Aura kann ebenso gehören, dass die Hände oder Arme taub werden. Manche Kinder können in diesem Zustand auch nicht gut sprechen. Ganz selten kommt es vor, dass sie während einer Aura phantastische Bilder sehen. In der medizinischen Literatur ist dieses Phänomen als Alice-im-Wunderland-Syndrom bekannt. Bei Kindern ist eine Aura eher selten. Ihre Migräne-Vorzeichen sehen meist anders aus. Dazu zählen



wiederholtes Erbrechen,
Bauchschmerzen,
plötzlich auftretender Schwindel.



Kinder haben Bauchweh im Kopf

Kinder mit Migräne können über ganz unterschiedliche Symptome berichten. Manche sind typisch für Migräne-Kopfschmerzen, andere zeugen eher von allgemeinem Unwohlsein.

Typische Merkmale sind:



ein pulsierender oder pochender Schmerz,
der Schmerz sitzt in beiden Kopfhälften oder der Stirn,
der Schmerz verstärkt sich beim Spielen oder Herumtollen,
der Schmerz dauert mindestens eine Stunde und höchstens vier,
den Kindern ist übel,
die Kinder klagen über Bauchweh.



Gerade jüngere Kinder können ihre Körpersignale nicht immer richtig deuten, daher beschreiben sie möglicherweise Empfindungen, die sie bereits kennen - die für Erwachsene aber auf den ersten Blick nichts mit Kopfschmerzen zu tun haben. Möglicherweise leidet Ihr Kind auch unter einer Migräne, wenn es



plötzlich aufhört zu spielen und sich hinlegen möchte,
über Herzrasen, Durst oder Appetit klagt,
müde oder unruhig wird und plötzlich zur Toilette muss,
besonders blass ist oder ein auffällig gerötetes Gesicht hat,
nur eine Schwindelattacke hat, die mit Übelkeit und Erbrechen gepaart ist.






Constanze Löffler

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