Ein Stressbewältigungs-Training empfiehlt sich für Menschen mit Migräne, aber auch für Betroffene mit chronischen Spannungs-Kopfschmerzen - denn Verspannungen der Hals- und Gesichtsmuskeln spielen bei beiden eine Rolle.
In einem Stressbewältigungs-Training finden Betroffene zusammen mit der Psychologin diejenigen Situationen heraus, die immer wieder Stress auslösen und auf die die Betroffenen entsprechend reagieren: mit übermäßiger Erregung und Unruhe. Schmerz-Tagebücher und Stressanalyse-Bögen können bei der Suche helfen. Sind die Stress- Faktoren bekannt, geht es darum, sie auszuschalten, zu umgehen und umzudeuten. So helfen zum Beispiel eine effektivere Zeitplanung und eine bessere Tagesstruktur, Belastungen abzufangen. Nicht alle Stressursachen lassen sich wegplanen. Aber die Kopfschmerz-Leidenden können lernen, ihnen ruhiger und gelassener zu begegnen.
In dem Training lernen Sie auch, wie Sie zukünftigem Stress begegnen können und wie Sie Ihre innere Balance finden können. Wichtig sind positive Gedanken, schöne Erlebnisse mit Freunden, bewusstes Genießen kleiner Momente im Alltag und mehr Bewegung - bei Spaziergängen oder beim Lieblingssport.
Sie werden zudem vertraut gemacht mit einer Entspannungs-Methode wie der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson. Sie hilft, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Denn viele Kopfschmerz-Geplagte nehmen körperliche und seelische Signale einer Überlastung oft nicht mehr wahr oder übergehen diese häufig.
Schließlich lernen die Betroffenen in Rollenspielen, sich für ihre Interessen einzusetzen und sich besser gegen die Forderungen anderer abzugrenzen. Sie trainieren, Forderungen von Kollegen abzulehnen oder Menschen in ihre Schranken zu weisen, die sie belästigen.
Zusätzlich gibt es spezielle Migräne-Seminare, die Antwort auf folgende Fragen geben:
Yamina Merabet