. .

Ratgeber Kopfschmerz

Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 

Arbeit im Unbewussten

Körper und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. In einer Psychotherapie lernen Sie, wie Sie Ihre Kopfschmerzen kontrollieren können und was Sie tun können, damit sie ganz verschwinden.

Psychologe, Psychologin, Seele, Psychotherapie, Herzklopfen, schwitzige Hände, Verhalten, Migräne, ängstlich, Spannung, Spannungs-Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Verhaltenstherapie, Psychoanalyse,

Durch psychotherapeutische Hilfe können Kopfschmerzkranke lernen, mit ihrem Leiden besser umzugehen.© Colourbox

Seele und Körper hängen zusammen, sie arbeiten nicht getrennt voneinander. Fühlen wir uns beispielsweise gestresst oder haben wir Angst, hat das körperlich wahrnehmbare Folgen: Herzklopfen, schwitzige Hände, auf lange Sicht möglicherweise auch Kopfschmerzen. Umgekehrt können Gedanken und Gefühle unseren Körper aber auch beruhigen, unsere Wahrnehmung von Schmerzen verändern oder, im besten Fall, Kopfschmerzen verschwinden lassen. Wie das geht, wird in Psychotherapien geübt.

Wenn Ihnen vor allem die Schmerzen zu schaffen machen, sie aber nicht antriebslos sind, kann eine Verhaltenstherapie helfen. Bei dieser Therapieform sind schnell Erfolge zu sehen, denn sie zielt auf eine ganz konkrete Veränderung des Verhaltens in bestimmten Situationen. Vor allem Menschen mit Migräne kann das helfen.

Haben Sie Spannungs-Kopfschmerzen und fühlen sich darüber hinaus abgeschlagen, unruhig, unter ängstlicher Spannung, ist eine Kombination aus Verhaltenstherapie und anderen psychotherapeutischen Verfahren sinnvoll, unter Umständen auch eine Psychoanalyse. Sie ist bei Kopfschmerz-Erkrankungen allerdings weniger erfolgreich als eine Verhaltenstherapie.

Psychotherapien können Tabletten überflüssig machen

Werden chronische Schmerzen nicht nur medizinisch, sondern auch psychotherapeutisch behandelt, treten sie seltener und weniger stark auf. Das belegen viele Studien. Die Schmerzgeplagten brauchen weniger Medikamente und haben gelernt, wie sie die Schmerzen im Alltag besser bewältigen. Nach einer Verhaltenstherapie gehen Menschen mit chronischen Kopfschmerzen viel seltener zum Arzt, treiben häufiger Sport und kehren öfter in den Beruf zurück als Schmerzpatienten ohne Therapie.

Menschen mit chronischen Schmerzen haben eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Sehr häufig kommen verschiedene Verhaltensweisen, Einstellungen und Charaktereigenschaften eines Menschen zusammen, die den Schmerz ungünstig beeinflussen. Die Schmerzen selbst können weitere ungesunde Verhaltensweisen oder Ängste entstehen lassen, die den Schmerz dann aufrecht erhalten.

Kopfschmerzkranke erleben die Pein und ihre Folgen oft als Katastrophe. Zudem stellen sie sich vor, es gäbe eine einzige Ursache für ihre Kopfschmerzen - zum Beispiel eine bestimmte Stelle im Körper, die nicht richtig funktioniere. Dabei fühlen sie sich oft machtlos, ein typischer Satz lautet: "Meine Halswirbelsäule ist kaputt, daher kommen meine Kopfschmerzen. Da kann man nichts machen."

Menschen mit Kopfschmerzen überfordern sich

Häufig werden bei Kopfschmerz-Geplagten auch bestimmte Eigenschaften und Gewohnheiten beobachtet.

  • Sie überfordern sich körperlich und seelisch.
  • Sie neigen zu Perfektionismus und sind extrem ordentlich.
  • Sie stellen hohe Leistungsansprüche an sich und andere.
  • Sie verzeihen sich selbst und anderen nur schwer.
  • Sie haben Versagensängste.

Treten die Schmerzen häufiger auf, wirken sie sich auf viele Lebensbereiche der Betroffenen aus. Im Extremfall ziehen sich chronisch Schmerzkranke von allem zurück. Sie vernachlässigen ihre Partnerschaft, ihre Freunde, ihre Familie, ihre Arbeit. Sie haben keinen Spaß mehr am Sex. Stattdessen konzentrieren sie sich nur auf ihre Schmerzen und kennen nur noch dieses eine Thema. Sie schonen sich übermäßig aus Angst vor Schmerz-Attacken. Sie versuchen, ihre Kopfschmerzen mit Medikamenten in den Griff zu kriegen und wechseln oft den Arzt. Der Gang in eine psychotherapeutische Praxis könnte diesen Leidgeprüften helfen.

Yamina Merabet

Seite 1: Arbeit im Unbewussten
Seite 2: Verhaltens-Therapie
Seite 3: Konkordanz-Therapie
Seite 4: Stressbewältigungs-Training
Seite 5: Biofeedback-Methode
 
 
Adobe Flash Player

Zehn Übungen für den Nacken

Schmerzt Ihr Nacken? Unsere Übungen helfen Ihnen, Kopfschmerzen vom Spannungstyp vorzubeugen.

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind