16. Januar 2012, 12:50 Uhr

Dschungelcamp startet schwächer als im Vorjahr

Daran konnte auch Micaela Schäfer mit ihren freizügigen Auftritten nichts ändern: Das Dschungelcamp ist dieses Jahr etwas schlechter gestartet als im vergangenen Jahr. RTL kann dennoch zufrieden sein. Von Carsten Heidböhmer

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Micaela Schäfer sieht man im Dschungelcamp zumeist im Bikini - für Rekordquoten reicht das bislang noch nicht©

Die ganz großen Namen fehlen diesmal im Dschungelcamp, das wirkt sich offenbar auch auf die Zuschauerzahlen aus. Während im vergangenen Jahr die Anwesenheit von Rainer Langhans und Mathieu Carrière RTL einen Traumstart bescherte, war das Interesse zum Auftakt der sechsten Staffel diesmal etwas geringer. 6,88 Millionen Zuschauer waren dabei, als Ailton, Brigitte Nielsen, Micaela Schäfer und Co. ihr Lager im australischen Urwald bezogen. Das reichte zwar mühelos für den Tagessieg, im Vergleich zum Vorjahr verlor das Format aber 400.000 Zuschauer.

Grund zur Sorge besteht für RTL jedoch nicht: Mit dem Startwert liegt der Sender immer noch deutlich über den Auftaktsendungen der ersten vier Staffeln, die nie mehr als fünf Millionen Zuschauer sehen wollten. Somit hat "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" den zweiterfolgreichsten Start aller Zeiten hingelegt.

Guter Wert für den Samstag

Am Samstag wurde sogar der Vorjahreswert übertroffen: Während die Dschungelshow 2011 von der ersten auf die zweite Sendung 1,5 Millionen Zuschauer verlor, sprangen diesmal lediglich 600.000 Zuschauer ab. Damit kam "Ich bin ein Star" noch immer auf 6,22 Millionen Zuschauer. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen holte RTL sogar rekordverdächtige 34,1 Prozent Marktanteil.

Der Sonntagabend brachte allerdings eine weitere Verschlechterung: Das Dschungelcamp verlor noch einmal 700.000 Zuschauer und kam nur noch auf 5,44 Millionen Menschen. 2011 hatten am dritten Tag dagegen 5,54 Millionen eingeschaltet und damit 100.000 mehr. Immerhin: In der Zielgruppe lag der Marktanteil gestern bei 31,2 Prozent - damit kann der Privatsender zufrieden sein.

Wie die Erfahrungen des Vorjahrs zeigen, sind die Quoten der ersten Tage allerdings wenig aussagekräftig für den weiteren Verlauf. Wenn die Spannungen im Camp steigen und die Kandidaten aufeinander losgehen, dürfte auch das Zuschauerinteresse steigen. Sollten Teilnehmer hingegen ein harmonisches Miteinander pflegen, wäre das für die Quote Gift. RTL muss also auf streitbare Dschungelstars hoffen. Oder anders ausgedrückt: mehr Rocco Stark, weniger Micaela Schäfer.

 
 
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