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16. Juni 2011, 11:10 Uhr

Auf Stefan R. folgt Thomas D

ESC - olé, olé: Thomas D wird der Nachfolger von Stefan Raab. Der Musiker der Fanta Vier übernimmt den Jury-Vorsitz beim deutschen Vorentscheid. Ausgesucht hat ihn Präsident a. D. Stefan Raab höchstpersönlich.

Stefan Raab, Thomas D, Eurovision Song Contest

Was kommt nach Raab? Die Antwort ist Thomas D© Peter Klaunzer/DPA

Sein Abgang war kurz und schmerzlos. Nur fünf Tage nach dem Finale des Eurovision Song Contest in Düsseldorf hatte Stefan Raab am 19. Mai seinen Rückzug verkündet. "Ich werde künftig also nicht mehr als Moderator, Juryvorsitzender, Komponist oder musikalischer Produzent mitwirken", sagte er über seinen Zukunftspläne beim Eurovision Song Contest und dem deutschen Vorentscheid "Unser Star für Baku". Der Präsident a. D. hat jetzt seinen Nachfolger präsentiert.

"Ich freue mich sehr, dass ich Thomas D für den Jury-Vorsitz gewinnen konnte. Er bringt alles mit, was man in dieser Funktion braucht: Entertainer-Qualitäten, Eloquenz, Charme und natürlich großen musikalischen Sachverstand", verkündete Stefan Raab am Mittwochabend in einer Pressemitteilung. Raab habe den Musiker, der mit der Hip-Hop-Gruppe Die Fantastischen Vier bekannt geworden ist, selbst dafür angeworben, hieß es.

Zusammenarbeit zwischen ProSieben und ARD geht weiter

Damit ist klar, dass auch die Zusammenarbeit zwischen der ARD und ProSieben weitergehen wird. Die Castingshowreihe wird erneut von Raabs Fernsehfirma Brainpool produziert, die Anzahl der Sendungen und die Sendetermine stünden noch nicht fest. Klar ist aber, dass die Sender mit "Unser Star für Baku" einen Nachfolger für Lena Meyer-Landrut finden wollen. Bewerbungen für das Casting werden bereits auf den Internetseiten www.eurovision.de und www.tvtotal.de entgegen genommen.

Die Senderverantwortlichen überschütteten sich ebenfalls mit Lob: "Toll - Thomas D als bestaussehender Jury-Präsident! "Unser Star für Baku" bietet den größten Preis im deutschen Fernsehen", meinte der ARD-Koordinator Unterhaltung, Thomas Schreiber. Und der ProSieben-Geschäftsführer Jürgen Hörner sagte: "Stefan Raab hat erneut seine große Liebe zum Eurovision Song Contest bewiesen. Mit Thomas D hat der TV-Produzent Raab einen erstklassigen Nachfolger als Jury-Präsident gewonnen."

Thomas D wollte "schon immer Präsident werden"

Thomas D äußerte sich ebenfalls begeistert: "Präsident wollte ich schon immer werden! Bei diesem musikalischen Groß-Projekt mit dabei zu sein ist eine fantastische Aufgabe, auf die ich mich sehr freue und die ich sehr ernst nehme." Beide waren sich darüber hinaus in selbstironischer Weise über eine wichtige Tatsache einig: "Außerdem sieht er noch besser aus als ich", meinte Raab - "Außerdem sehe ich besser aus als Stefan Raab", ergänzte Thomas D.

Im Jahr 2010 hatten die öffentlich-rechtliche ARD und der Privatsender ProSieben erstmals beim Song Contest kooperiert. Die Castingshow "Unser Star für Oslo" wurde ein Erfolg und Siegerin Lena holte mit dem Lied "Satellite" den Grand-Prix-Titel für Deutschland. In diesem Jahr trat sie in Düsseldorf zur Titelverteidigung an; zuvor war in der Show "Unser Song für Deutschland" ihr Wettbewerbslied "Taken By A Stranger" gewählt worden. Im internationalen Finale belegte sie Mitte Mai Platz zehn, den Song Contest gewann das Duo Ell & Nikki aus Aserbaidschan.

mai/DPA
 
 
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