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14. Januar 2010, 11:47 Uhr

"Wenn Püppchen nicht anruft, ist etwas passiert"

Die TV-Journalistin Alexandra Freund, Tochter der Fernsehmoderatorin Petra Schümannn und des Arztes Gerhard Freund, wurde Opfer eines Selbstmörders. Tobias B. war auf der Autobahn gezielt in ihren Wagen gerast.

PETRA SCHÜRMANN

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Petra Schürmann mit Tochter Alexandra

Sie konnte sich nicht erklären, woher diese Unruhe kam. Sie war auf einmal da, und sie ließ sie nicht wieder los. Petra Schürmann hatte in der Küche in ihrem Haus in Starnberg gesessen und die Neun-Uhr-Nachrichten gehört. Zufällig. Sonst ist das Radio selten eingeschaltet. Da war diese Meldung von dem schweren Unfall auf der A8 bei Rosenheim durchgegeben worden.

Ihre Tochter Alexandra war an diesem Morgen auf der A8 unterwegs. "Wir haben ein ungeschriebenes Familiengesetz", sagt Gerhard Freund, der Mann von Petra Schürmann und Vater von Alexandra. "Wenn einer unterwegs ist, ruft er kurz an und sagt, dass er gut angekommen ist." Alexandra wollte nach Bad Reichenhall, um für den Bayerischen Rundfunk zu drehen. Das Telefon hätte irgendwann zwischen neun und zehn läuten müssen. Es läutete nicht.

Mein Gott, die wird im Stau stecken, dachte Gerhard Freund. Seine Frau sagte: "Wenn Püppchen nicht anruft, ist etwas passiert." Da wählte er die Nummer von Alexandras Handy. Es klingelte, dann meldete sich eine Stimme: "Dieser Anschluss ist vorübergehend nicht erreichbar." Inzwischen war es nach zehn. Gerhard Freund rief bei der Polizei in Starnberg an, ob die klären könnte, was passiert sei. Und weil die Unruhe seiner Frau von Sekunde zu Sekunde wuchs, fing er an, die Krankenhäuser in Rosenheim abzutelefonieren. "Ist bei Ihnen eine Alexandra Freund eingeliefert worden?"

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