Privater Raumtransporter auf Weg zur ISS mit Problemen

1. März 2013, 20:53 Uhr

Der unbemannte Raumtransporter "Dragon" des privaten Unternehmens SpaceX ist beim Flug zur Internationalen Raumstation ISS auf Probleme gestoßen.

0 Bewertungen

Der unbemannte Raumtransporter "Dragon" des privaten Unternehmens SpaceX ist beim Flug zur Internationalen Raumstation ISS auf Probleme gestoßen. Bei dem Raumschiff fielen nach dem Abkoppeln von der Trägerrakete im Orbit drei der vier Antriebsdüsen aus. Der Transporter benötigt den zusätzlichen Schub, um seine Reise zur ISS fortzusetzen.

SpaceX-Sprecherin Christina Ra erklärte, dass "Dragon" Probleme mit einem Treibstoffventil habe. Derzeit funktioniere nur eine der vier Düsen. "Wir versuchen, die anderen drei hochzufahren", sagte sie. "Sobald wir mindestens zwei Düsen starten können, werden wir eine Serie von Schüben beginnen, um zu der Raumstation zu gelangen."

Eine "Falcon 9"-Rakete hatte den Raumtransporter vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in die Erdumlaufbahn gebracht. Vor den technischen Problemem war die Ankunft an der Raumstation für Samstag um 12.30 Uhr MEZ geplant. "Dragon" beliefert die ISS mit 544 Kilogramm Material, unter anderem Ausrüstung für 160 Experimente. Eine Tonne Material, darunter die Ergebnisse medizinischer Experimente, soll die Raumkapsel wieder mitnehmen.

Am 25. März soll "Dragon" wieder auf der Erde landen. Der private Raumtransporter hatte im Mai vergangenen Jahres erfolgreich seinen ersten Testflug zur ISS absolviert. Im Oktober fand der erste Versorgungsflug statt - SpaceX schrieb damals mit der ersten privaten Transportmission zur ISS Raumfahrtgeschichte. Insgesamt zwölf dieser Versorgungsmissionen sind vorerst vorgesehen. Die SpaceX-Raumkapsel ist zur Zeit die einzige Möglichkeit, Fracht von der ISS zur Erde zurückzubringen.

SpaceX gehört dem Milliardär Elon Musk, dem Mitbegründer des Internet-Bezahlsystems Paypal. In drei oder vier Jahren will SpaceX auch bemannte Missionen ins Weltall starten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der NASA wurde bereits abgeschlossen.

AFP