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1. August 2011, 21:08 Uhr

Attentäter rief offenbar während Massakers Polizei an

77 Menschen schlachtete Anders Behring Breivik bei seinen Anschlägen in Oslo und auf Utøya ab. Gegenüber seinem Anwalt hat der geständige Attentäter nun behauptet, während seines Wütens auf der Insel mit der Polizei telefoniert zu haben.

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Anders Behring Breivik will während seines Mordens auf Utøya mit der Polizei telefoniert haben© Morten Holm/EPA

Der geständige Attentäter von Norwegen, Anders Behring Breivik, hat nach eigenen Angaben während des Attentats auf der Insel Utøya mit der Polizei telefoniert. Bei seiner jüngsten Vernehmung habe sein Mandant erklärt, die Polizei von der Insel aus angerufen zu haben, sagte Behring Breiviks Anwalt Geir Lippestad. Er wisse jedoch nicht, ob dies stimme. Mehrere Überlebende des Massakers, bei dem 69 überwiegend jugendliche Teilnehmer eines Sommerlagers der regierenden Arbeiterpartei getötet worden waren, hatten berichtet, den 32-jährigen Schützen am Telefon gesehen zu haben.

Die Polizei wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren und war zu einer Stellungnahme zu Behring Breiviks jüngsten Äußerungen nicht zu erreichen. Sie hatte zuvor erklärt, dass sämtliche Handys, Kameras und Computer, die auf der Insel gefunden wurden, für die Ermittlungen ausgewertet würden, um den genauen Ablauf des Anschlags nachzeichnen zu können.

Lippestad sagte, sein Mandant habe sich bei der Vernehmung auch an den Folgen und den Reaktionen auf sein Attentat interessiert gezeigt. "Er wollte wissen, wie viele Menschen verletzt und getötet wurden und fragte nach der Medienreaktion", sagte Lippestad.

Rund anderthalb Stunden vor dem Beginn der Schießerei auf Utøya war im Osloer Regierungsviertel eine Autobombe hochgegangen. Acht Menschen wurden durch die Explosion getötet.

kng/AFP
 
 
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