Bei einem Angriff auf eine Moschee in San Diego sind drei Menschen getötet worden, die beiden mutmaßlichen Täter nahmen sich später selbst das Leben. Dass es nicht zu einem noch größeren Blutbad kam, ist nach Angaben der Polizei einem der Getöteten zu verdanken.
Die Tatverdächtigen erschossen einen Sicherheitsmann, der am Eingang der Moschee stand. Zuvor aber hielt er die Angreifer möglichst lange davon ab, in die Moschee einzudringen, wo sich mehr als hundert Kinder befanden. So konnten sich viele Menschen retten.
Angriff auf Moschee in San Diego: Sicherheitsmann wird zum Helden
Die Geistesgegenwart und der Mut des Security-Manns „spielten eine entscheidende Rolle“, sagte Scott Wahl, Polizeichef von San Diego. „Man kann sagen, dass sein Handeln heldenhaft war. Zweifellos hat er heute Leben gerettet.“ Der Mann habe sich einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert und währenddessen über Funk Alarm ausgelöst. So konnte das Gebäude frühzeitig abgeriegelt werden. „Leider kam er bei diesem Schusswechsel ums Leben“, teilte der Polizeichef bei einer Pressekonferenz mit.
Bei dem Sicherheitsmann handelt es sich laut US-Medienberichten um einen neunfachen Familienvater, der beinahe jeden Tag Dienst an der Moschee verrichtete. „Er wollte die Unschuldigen beschützen“, sagte ein Freund der Familie der Nachrichtenagentur AP.
Polizei findet 30 Schusswaffen
Die beiden anderen Todesopfer hätten versucht, die Angreifer auf einen Parkplatz zu locken. Dort wurden sie erschossen. Auch ihren mutigen Einsatz würdigte der Polizeichef. Als die Polizei eintraf, flüchteten die Schützen. Anschließend wurden sie tot in einem Auto gefunden.
Nach Angaben der Ermittler fand die Polizei in dem Fahrzeug antiislamische Schriften und geht deshalb von einem Hassverbrechen aus. Wie Polizeichef Wahl weiter mitteilte, wurden bei Durchsuchungen weitere Beweisstücke gesichert. Darunter seien auch 30 Schusswaffen sowie eine Armbrust.
Quellen: AP, „New York Post“, Nachrichtenagentur DPA