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11. Oktober 2007, 07:57 Uhr

14-Jähriger läuft in US-Schule Amok

In Cleveland hat ein 14-jähriger Schüler an einer High School fünf Menschen angeschossen und sich anschließend selbst das Leben genommen. Der Täter war wenige Tage zuvor wegen Gewalttätigkeiten vom Unterricht suspendiert worden.

Nach dem Amoklauf herrschte Angst und Schrecken an der Oberschule in Cleveland© AP

Ein 14 Jahre alter Schüler in Cleveland (US- Bundesstaat Ohio) hat offenbar aus Zorn über einen Schulverweis zwei Lehrer und zwei Mitschüler mit Schüssen zum Teil schwer verletzt und sich dann selbst erschossen. Eine weitere Mitschülerin verletzte sich auf der Flucht vor dem Amokschützen. Der Junge war nach den Erkenntnissen der Polizei Mittwochmittag mit zwei Schusswaffen bewaffnet in die Schule gestürmt.

Er habe zunächst das Feuer auf Lehrer eröffnet, berichtete der Nachrichtensender CNN. "Als ich die Schüsse und die Schreie hörte, bin ich einfach losgerannt, ohne viel nachzudenken", berichtete eine Schülerin Fernsehreportern. Zahlreiche Schüler waren Augenzeugenberichten zufolge schreiend aus dem Schulgebäude gerannt, andere hätten sich ängstlich in Klassenzimmern verbarrikadiert und in Schränken versteckt. Mitschüler beschrieben den Täter als "merkwürdig".

Alle außer Lebensgefahr

Insgesamt wurden nach Worten des Bürgermeisters von Cleveland, Frank Jackon, fünf Personen verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der 42 Jahre alte Lehrer, die 57 Jahre alte Lehrerin sowie die drei verletzten Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren seien alle außer Lebensgefahr, berichtete er wenige Stunden nach der Schießerei. Allerdings seien die Verletzungen der Lehrer schwerwiegender als die der Schüler.

Eltern von Schülern berichteten in Fernsehinterviews, dass sie sich seit langem bei der Schule über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beschwert hätten. Lediglich im Erdgeschoss habe es einen Sicherheitsbeamten gegeben. Die besonders auf technische Ausbildung konzentrierte High School wurde US-Medien zufolge vor allem von Kindern aus sozial schwachen Familien besucht.

Die Schießerei in Cleveland setzt die Kette gewalttätiger Ereignisse in amerikanischen Schulen und Universitäten fort. Erst im April hatte ein Student der Hochschule Virginia Tech in Blacksburg (US-Bundesstaat Virginia) bei einem Amoklauf 32 Menschen und dann sich selbst erschossen.

 
 
KOMMENTARE (10 von 19)
 
Katharina77 (12.10.2007, 03:17 Uhr)
tricky_dude
danke fuer diesen Beitrag!
Ich verfolge hier saemtliche Kommentare und muss feststellen, dass wenn es um die USA geht die meisten gleich mal darueber herfallen. "kopfschuettel"
Auch Amoklaeufe stehen hier in den USA nicht an der Tagesordnung und es ist erschuetternd und traurig wenn ein 14jaehriger solche eine Tat ausuebt. Das hat sicher nichts mit Waffengesetzen zu tun. Der Vergleich USA-Deutschland finde ich ebenso voellig schwachsinnig. "mal auf die Landkarte geschaut?"
hevosenkuva (11.10.2007, 23:09 Uhr)
hey Jennifer1213
erst lesen, dann schreiben. und lesen bedeutet nicht, drei worte zu überfliegen und dann zu glauben, etwas verstanden zu haben.
tricky_dude (11.10.2007, 14:44 Uhr)
"Ja, gibt es.."
Abgesehen davon daß man bei uns auch an jeder Ecke Waffen kaufen kann, ist eine Bluttat nicht weniger schlimm wenn sie nicht mit einer Schusswaffe verübt wird.
Das passiert nicht 1-2x im Jahr, sodern weitaus öfter! Bitte mal einen Blick in die Polizeiberichte werfen und nicht nur in die Medien.
Und eines zu unserem Waffengesetz: Luftdruckwaffen, Schleudern, Samuraischwerter etc. sind bei uns frei ab 18 verkäuflich!! Sicher, tragen darf man die in der Öfeentlichkeit nicht, aber in den meisten Städten der USA auch nicht. In New York City ist der Waffenbesitz überhaupt verboten und nur mit Sondergenehmigung möglich.
Außerdem liegt es nicht am Waffengesetz wenn ein 14jähriger durchknallt. Der hier wie drüben keine Waffe haben/erwerben darf.
Könnte ja vielleicht an seinem sozialem Umfeld liegen, oder seinen beschissenen Lebensumständen.
km2000 (11.10.2007, 14:01 Uhr)
"Gibt es bei uns ja auch..."
Ja, bei uns kommt derartiges auch vor. Aber 1-2mal im Jahrzehnt, nicht 5-6mal pro Jahr.
Wenn ein Waffengesetz so locker ist, dass man an jeder Ecke Waffen kaufen kann, und dann auch noch jedem einflüstert dass er eine Waffe braucht, dann kommt man eben zu solchen Zuständen. Ein echter Teufelskreis: Aus Angst vor Waffen werden noch mehr Waffen verkauft.
Jennifer1213 (11.10.2007, 13:39 Uhr)
Die Wut...
... und die Gewalt suchen sich ihren Weg immer irgendwie an die Oberfläche, aber man muss es ihr ja nicht allzu leicht machen, in dem man jeden mit einer Waffe durch die Gegend laufen läßt!
Übrigens: Das es Idioten und Dumpfbacken nicht nur in Amerika gibt, sondern auch bei uns in Deutschland, sehen wir an Kommentatoren wie hevosenkuva und ganzbaf!
ja, da bin ich wirklich baff!
georgy_22 (11.10.2007, 12:47 Uhr)
Einfach nur schlimm
Ich finde es immer wieder erschreckend, dass man in regelmäßigen Abständen von einem Amoklauf aus den USA hört. Da bin ich immer wieder froh, dass es in Deutschland ein besseres Waffengesetz gibt. Dies kann natürlich ein solche Bluttat nicht auschließen, (siehe Erfurt) wird aber ganz sicher NIE in der Form wie in den USA bei uns vorkommen.
tricky_dude (11.10.2007, 11:21 Uhr)
@bernie-abg
Wenigstens mal eine Aussage mit Substanz, danke!
bernie-abg (11.10.2007, 11:18 Uhr)
@bismarck...
...von einem lauten Idioten lasse ich mir nicht den Mund verbieten.
bernie-abg (11.10.2007, 11:16 Uhr)
@tricky_dude...
...uns gehts nicht zu gut. Uns gehts in diesem Punkt gerade mal etwas besser als den Amerikanern.
Wohl auch nicht mehr lange, denn die europ. Regierungen arbeiten mit aller Macht an der Zerstörung der Menschlichkeit zugunsten des Kapitals.
Diese geldgeile, technokratische Kälte ist der Hintergrund für derartige Tragödien.
bismarck (11.10.2007, 11:08 Uhr)
weiss garnich wieso sich hier so viele Schlaumeier aufregen
Den Rekord haelt immernoch der Erfurter Robert Steinhaeuser- und das trotz Schusswaffenverbot. Also Deutschland, bitte mal schoen die SCHNAUTZE halten.
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