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3. Oktober 2009, 13:49 Uhr

Tatverdächtiger ist erst 14

Vor zwei Wochen wurde die neunjährige Kassandra schwer verletzt aus einem Gully gerettet. Bisher fehlte jede Spur von dem Täter, der sie verprügelt und dort hineingeworfen hatte. Jetzt vermeldet die Polizei die Festnahme eines Verdächtigen.

Kassandra, Gully, Festnahme, Polizei

Die Suche hatte offensichtlich Erfolg: Im Fall Kassandra hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen© Lennart Preiss/DDP

Der Tatverdächtige im Fall Kassandra soll erst 14 Jahre alt sein. Das berichtet der Westdeutsche Rundfunk neunjährige Kassandra war am 15. September mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Gully-Schacht entdeckt worden. Ein Unbekannter hatte das Kind Mitte September im Velberter Stadtteil Neviges fast zu Tode geprügelt, in einen Kanalschacht geworfen und diesen anschließend mit einem Deckel verschlossen. Suchhunde hatten die vermisste Neunjährige in der Nacht während starker Regenfälle entdeckt. Laut Polizei wäre das Kind gestorben, wenn es nicht bald gefunden worden wäre.

Am Mittwoch hatte die Polizei von einer neuen Spur in dem Fall berichtet. Etwa zum Zeitpunkt des Verschwindens der Neunjährigen am 14. September wurde demnach im Stadtteil Neviges ein 30 bis 40 Jahre alter Mann in Begleitung eines Kindes in rosafarbener Jacke und bunten Turnschuhen gesehen. Die Polizei suchte daraufhin Zeugen, die die beiden Personen ebenfalls gesehen haben oder Angaben zu ihrer Identität machen können.

Weitere Details zur Festnahme wird die Polizei demnächst in einer Pressekonferenz mitteilen.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 18)
 
Styrbjoern (04.10.2009, 12:31 Uhr)
Die Schulen sollen...
in erster Linie Wissen vermitteln. Für die Erziehung sind in vorderster Front die Eltern zuständig. Da hapert es m.E. am meisten. Selbst wenn dieser nette Knabe etwas minderbemittelt sein mag, ihm zu vermitteln, was Gut und Böse ist, wäre Aufgabe der Eltern gewesen, evtl. halt mit staatlicher Hilfe. Schulen sind dafür nicht gemacht, auch wenn Eltern zunehmend ihre Aufgaben auf die Lehrer abwälzen. Im übrigen stimme ich dem Kommentar von DasBertl zu.
leboz (03.10.2009, 21:04 Uhr)
auch den Rektoren
an staatlichen Schulen sind alle Hände gebunden. Vom Aussprechen eines Schulverweises bis zum Verlassen der Schule können Jahre vergehen. Dafür sorgen schon die Juristen von den Oberschulämtern. Dann weiß keiner aber mehr so genau, warum der die Schule überhaupt verlassen muß. Also die Zustände an den Staatsschulen sind oft unerträglich: Dort "blühen" solche Brutalitäten.
leboz (03.10.2009, 20:53 Uhr)
DasBertl
die staatlichen Schulen kannst Du als Erziehungseinrichtung ohnehin vergessen. Den Lehrern sind ja alle Hände durch die vorgesetzten Schulbehörden gebunden. Sie dürfen keine Maulschellen austeilen, keine Strafarbeiten aufgeben, niemanden rausschicken oder in die Ecke stellen. Ich schicke meine Zöglinge auch deshalb in eine Privatschule. Wer da "auffällig" wird, fliegt raus.
DasBertl (03.10.2009, 20:19 Uhr)
@leboz
Sicher ist es ein Mordversuch. Der Junge mag sich der Tragweite seiner Tat nicht bewusst sein, dass er das Kind töten wollte steht für mich aber außer Zweifel. Und eben damit so etwas nicht "gang und gäbe" bleibt, müssen solche Fälle bestraft werden. Dazu muss aber das Strafrecht nicht verschärft werden, die bestehenden Gesetze reichen aus. Man muss nur den Strafrahmen ausnutzen. Eine Verwarnung dafür dass er ein 5 Jahre jüngeres Mädchen ins Koma geschickt hat, kann kaum der richtige Ansatz sein. So lernt er nämlich nur, dass wenn er was tut, das sowieso keine Folgen hat. Und machts demnächst vielleicht noch eine Nummer schärfer. Ich finde es sowieso bedrückend, was auf Schulen zum Teil alles gang und gäbe ist. Zu meiner Zeit wurde nicht auf einen am Boden liegenden nach nachgetreten. Und wenn es eine Schlägerei gegeben hat, wurden die verantwortlichen auch zur Verantwortung gezogen. Heutzutage sagt der Lherer "Du Du Du" und das wars. Wie soll man so lernen, dass das Handeln immer Konsequenzen nach sich zieht...
DasBertl (03.10.2009, 20:14 Uhr)
@leboz
Nein, auf keinen Fall. Gutmensch oder nicht, der Junge ist gefährlich. Verwarnen wäre ein grober Fehler. Er musss für seine Tat gerade stehen und nebenher unbedingt eine Therapie machen. Zudem muss den Eltern die Erziehungsberechtigung entzogen werden und das Kind in einem Heim für Schwererziehbare betreut werden.
freewayboy95 (03.10.2009, 20:01 Uhr)
oh man..
oh man... bin selber 14... und klar weis man in meinem alter das man was schlimmes tut wenn man n 9jähriges MÄDCHEN zusammenschlägt und dann in nen gullideckel wirft..... im gegensatz zu dem fall mit den typen die den typ in der s-bahn in münchen zusammengeschlagen haben bin ich mir bei dem fall auch sicher das es wirklich *versuchter mord* und nicht körperverletzung oder so war.... dafür gehört er in knast..... ich versteh nicht wieso der sowas machen konnte....
leboz (03.10.2009, 19:32 Uhr)
cologne237
Sie müssen sich nicht über meinen Beitrag ärgern. Versetzen Sie sich einfach in die Lage eines Knaben zwischen 12 und 16. Knaben dieses Alters verdreschen sich mit Fäusten, Tritten bis zur Erschöpfung.Und Mädchen sind für Knaben...naja bestenfalls Memmen: Mit denen kann man umspringen wie man will! . Natürlich ist dieser Junge etwas zu weit gegangen. Aber als Mordversuch kann man das nicht werten, wenn er wirklich der "Täter" ist.
kepe (03.10.2009, 19:31 Uhr)
Wie weiter?
Ich stimme mit Einigen überein. Ein 14jähriger hat nicht die Wahrnehmung eines Erwachsenen. Dennoch hat er eine Straftat begangen und wird bestraft. Vielleicht nicht wie sich das einige Kommentatoren wünschen.
Trotzdem würde ich anstatt in härtere Strafen und Gefängnisse mein Steuergeld lieber in bessere Ausbildung, mehr Unterstützung für Eltern und Lehrer und in unsere Schulen und Kindergärten investieren.
cologne237 (03.10.2009, 19:19 Uhr)
@leboz
...ich habe mich selten über einen Kommentar so geärgert, wie über Ihren.
danov (03.10.2009, 18:47 Uhr)
egal wie alt - straftat bleibt straftat
zu sagen, dass er mit 14 nicht weiss was er getan hat, ist absolut dumm, lächerlich und weltfremd. er hat mit tötungsabsicht gehandelt. er sollte hart bestraft werden! letztes jahr wurde eine frau wg. diebstahls verurteilt, die einen pfandbon (wir erinnern uns...) unterschlagen hatte. diebstahl bleibt diebstahl, gewalt bleibt gewalt und mord bleibt mord. komisch, alle die hier schreien nach unterschiedlicher strafverfolgung, sind die, die gestern noch nach gleichberechtigung in der strafverfolgung im falle "roman polanski" geschrien haben... was wollt ihr denn nun? "gleiches recht für alle" oder doch lieber "mal so mal so"??? kopfschüttelnde grüsse, danov
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