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13. September 2007, 14:05 Uhr

Polizei will Tagebuch der Mutter lesen

Im Fall der verschwundenen Madeleine McCann sucht die portugiesische Polizei neue Spuren - und will nun das Tagebuch ihrer Mutter auswerten. Doch auch der Laptop des Vaters soll konfisziert werden - und ein kleines rosa Plüschtier.

Sollen erneut befragt werden: Gerry (l.) und Kate (r.) McCann - hier beim Verlassen ihres Hauses in Rothley© Jeremy Selwyn/AFP

Die Polizei will im Fall der verschwundenen Madeleine auch das Tagebuch der Mutter Kate McCann analysieren. Zudem soll die kleine rosa Plüschkatze der Vierjährigen beschlagnahmt werden, die die Mutter stets bei sich trug, berichteten mehrere britische Zeitungen am Donnerstag. Daneben wollte die Polizei den Laptop des Vaters konfiszieren. Ein Antrag sei bereits an die britischen Behörden gegangen. Gerry McCanns Schwester kritisierte, die Beschlagnahmung persönlicher Gegenstände sei eine weitere Art, "sie fertig zu machen".

Kate McCann soll erneut vernommen werden

Nach Angaben der portugiesischen Zeitung "Público" will die Kriminalpolizei Madeleines Mutter erneut vernehmen. Der Antrag dazu sei in dem mehr als 1000 Seiten starken Bericht enthalten, der nun beim Ermittlungsrichter liegt. Kate McCann hatte in ihrer Vernehmung auf rund 40 Fragen die Aussage verweigert, hier wolle die Polizei nochmal nachhaken. Kate und ihr Mann Gerry McCann waren vor einer Woche als Verdächtige in dem Fall benannt worden, sie sind mittlerweile wieder in ihren Heimatort Rothley in Mittelengland zurückgekehrt.

Die Kripo will mit dem Tagebuch ein psychologisches Profil der Mutter erstellen, mehrere Seiten daraus wurden bereits vor etwa zwei Monaten mit Erlaubnis der Eltern fotokopiert, wie "Diàrio de Notícias" schreibt. Der Richter muss aber entscheiden, ob sie auch verwendet werden können, weil es sich um private Dokumente handelt. Außerdem soll nach Informationen der Zeitung der Leihwagen der McCanns nochmal gründlich untersucht werden und auf der Suche nach weiteren DNA-Spuren notfalls auseinandergenommen werden. Die Eltern wollen nach Angaben britischer Medien jedoch eigene Untersuchungen an dem Wagen machen, den sie 25 Tage nach Madeleines Verschwinden am 3. Mai gemietet hatten.

Leichensuche konzentriert sich auf Kirche

Die Suche nach der Leiche werde sich nach portugiesischen Medienberichten auf die Kirche in Praia da Luz konzentrieren, in der die McCanns täglich gebetet hatten. Das Ärzteehepaar hatte den Schlüssel zu dem Gotteshaus. Möglicherweise werde die Polizei Grabungen in der Umgebung beantragen. Zur Zeit des Verschwindens habe es dort Bauarbeiten an der Kanalisation und deshalb mehrere Gräben gegeben, die später mit Beton zugeschüttet worden seien.

Zeitleiste: Der Fall Madeleine

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Evil-King (14.09.2007, 11:07 Uhr)
Doch, tun wir...
"angeblichen Indizien"? Soll das denn sein? Zumal die Eltern als Verdächtige gelten, nicht als Schuldige... Das ist nen riesen Unterschied. Und wenn die Eltern unschuldig sind, dann soll doch die Polizei trotzdem in die Richtung ermitteln, denn die Eltern hätten sich nichts vorzuwerfen. Wer unschuldig ist, braucht auch keine Angst zu haben. Die Ermittlungen in andere Richtungen werden ja nicht abgebrochen. Es kommt nur eine weitere Richtung hinzu.
"dann muss die Leiche entweder da sein und den geruch absondern" Wer sagt, dass die Leiche nicht da ist? Vllt. war es wirklich ein Unfall und die Eltern konnten sich trotzdem nicht von dem Kind trennen und haben die Leiche irgendwo versteckt, wo man trotzdem noch rankommt. Kommt auch in Dtl. öfters vor, dass Familienangehörige ihre Toten nicht melden sondern zuhause in der Wohnung haben.
Und Kindesentführungen/-tötungen kommen auch in Dtl .öfters vor. Nicht immer ist ein Fremder schuld am Tod von Kindern. Oft genug haben die Eltern damit zu tun...
Wie gesagt, wer unschuldig, kooperiert vollens mit der Justiz und braucht sich auch nichts vorzuwerfen. Niemand behauptet, dass die Eltern schuldig sind, aber auch niemand, dass sie unschuldig sind... Es wird nur in alle Richtungen ermittelt.
Casihasi (13.09.2007, 21:31 Uhr)
liest denn keiner alles???
warum glaubt denn alle Welt den angeblichen Indizien? warum hat niemand gelesen, dass in Portugal bereits seit Jahren immer wieder Kinder verschwinden? warum weiss niemand, dass genau die gleichen Fälle seit 6 Jahren passiert sind und zwar mehrfach. in einem fall wurde die schuld genau wie kate in die schuhe geschoben, der fall war nicht in der presse so stark vertreten, aber die leitende ermittler war genau der gleiche wie bei den mccanns. er hat die mutter damals gefoltert um zu einer aussage zu kommen, genau vor drei monaten (Juni 2007!!!!) wurde deshalb anklage gegen ihn erhoben, der name dieser mutter ist LEONOR CIPRIANO. bei einem fall der länger zurück liegt wurde ei mann (JAN FRIEDRICH ?) ermordet, weil er diverse Kindesentführungen aufklären wollte.
Ich glaube eher Deutschlands bekanntester Größe MARK BENNECKE und der hat gesagt, dass sich Leichengeruch maximal 4 Wochen erriechen oder erschnüffeln lässt und dann muss die Leiche entweder da sein und den geruch absondern oder diverse gegenstände an denen sich dieser befindet muss "Luftdicht" verschlossen sein.
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