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14. Oktober 2010, 11:15 Uhr

Passagierjet rast knapp an Kollision vorbei

Am Flughafen Hahn im Hunsrück ist es beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Einem Medienbericht zufolge kollidierte ein mit 179 Menschen besetzter Passagierjet beinahe mit zwei Segelfliegern. Der Abstand zwischen den Flugzeugen betrug gerade einmal 200 Meter.

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Eine solche Boeing 737 der Fluglinie Ryanair war an der Beinahe-Kollision mit den Segelfliegern beteiligt© Jan-Peter Kasper/DPA

Beim Landeanflug einer Passagiermaschine auf den Flughafen Hahn im Hunsrück wäre es fast zu einer Katastrophe gekommen. Nach einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig kamen sich eine Boeing 737 und zwei Segelflugzeuge in einer Höhe von 1600 Metern bedrohlich nahe. Zwischen den Fliegern lagen den Angaben zufolge nur noch rund 200 Meter.

Die BFU stufte den Vorfall als "schwere Störung ohne Verletzten" ein. Die Beinahe-Kollision ereignete sich bereits Anfang August. Zuerst hat nun die Zeitung "Trierischer Volksfreund" darüber berichtet. Darin hieß es, die Boeing der irischen Fluggesellschaft Ryanair sei auf dem Rückflug von Alicante in Spanien mit 179 Menschen besetzt gewesen.

Flughafen fühlt sich nicht zuständig

Der Flughafen ist nach eigenen Angaben für die Aufklärung des Vorfalls nicht zuständig. "Das ist außerhalb unserer Kontrollzone passiert und uns von den Piloten nicht gemeldet worden", sagte eine Sprecherin der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Sie habe erst durch die Medien davon erfahren. Es sei Aufgabe der Deutschen Flugsicherung im hessischen Langen, sich mit dem Fall auseinanderzusetzen.

Vor vier Jahren hatte es schon mal eine "schwere Störung" des Luftverkehrs in der Nähe vom Airport Hahn gegeben. Ein Tornado der Bundeswehr-Luftwaffe und eine Passagiermaschine von Ryanair mit 167 Fluggästen an Bord waren sich so nahe gekommen, dass das Kollisionswarnsystem des Urlaubsfliegers angeschlagen hatte. Einige Passagiere erstatteten danach Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach stellte 2007 die Ermittlungen jedoch ein. Der Tornado-Pilot habe den Mindestabstand von 150 Metern nicht unterschritten, hieß es abschließend. Dies hätten Aufzeichnungen der Flugsicherung belegt.

DPA/be
 
 
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