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7. Oktober 2011, 11:15 Uhr

Friedensnobelpreis für drei Frauen

Der Friedensnobelpreis 2011 geht an drei Frauen aus Liberia und dem Jemen. Darunter ist auch eine Staatschefin. Das Komitee in Oslo würdigte ihr Wirken für Frauenrechte.

Friedensnobelpreis, Oslo, 2011, Ellen Johnson-Sirleaf, Leymah Gbowee, Liberia, Tawakkul Karman, Jemen

Sie wird eiserne Lady genannt: Liberias Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf© Jim Watson/AFP

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an drei Vorkämpferinnen für Frauenrechte. Die Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee sowie die Jemenitin Tawakkul Karman erhielten die Auszeichnung zu gleichen Teilen für ihren Einsatz für die Stärkung der Rollen der Frauen, erklärte der Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees Thorbjörn Jagland, in Oslo. Johnson-Sirleaf ist die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates und stellt sich kommende Woche der Wiederwahl.

Im vergangenen Jahr hatte der inhaftierte chinesische Dissident Lu Xiaobo den mit rund 1,1 Millionen Euro dotierten Preis erhalten. Preisträger vor ihm war US-Präsident Barack Obama.

Auch Helmut Kohl war wieder unter den Favoriten

Als Favoriten für die Auszeichnung hatten die Vorkämpfer des arabischen Frühlings gegolten, unter ihnen die ägyptischen Internet-Aktivistinnen Asmaa Mahfus und Israa Abdel Fatah von der Bewegung 6. April sowie die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni. Auch über eine Ehrung der afghanischen Frauenrechtlerin Sima Samar oder des internationalen Kriegsverbrechertribunals in Den Haag war spekuliert worden.

Zu den Anwärtern auf den prestigeträchtigen Preis wurde auch Altkanzler Helmut Kohl gezählt, der wegen seiner Verdienste um die deutsche Einheit schon in den vergangenen Jahren mehrfach als Favorit galt.

Der Friedensnobelpreis war von Alfred Nobel gestiftet worden, dem schwedischen Erfinder des Dynamit.

nik/Reuters
 
 
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