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14. April 2008, 14:35 Uhr

Kanu-Mann baut Knast-Kanus

Er ist der "Kanu-Mann". Seit Monaten sitzt John Darwin wegen Versicherungsbetrugs im Gefängnis. Er kann sich aber nur schwer von der Vergangenheit lösen. Der Brite, der seinen Tod mithilfe eines gekenterten Kanus vortäuschte, hat ein neues Hobby gefunden.

Hat ein neues Hobby: der jahrelang totgeglaubte "Kanu-Mann" John Darwin© Cleveland Police/EPA/DPA

Der jahrelang totgeglaubte britische "Kanu-Mann" John Darwin (57) hat im Gefängnis ein neues Hobby gefunden: Er baut Kanus - in Miniaturversion aus Streichhölzern. Sein erstes Modellboot samt Paddel habe der geständige Versicherungsbetrüger kürzlich - samt Autogramm - einem Mitgefangenen geschenkt, als dieser auf Bewährung freigelassen wurde, berichtete die Zeitung "Daily Mail".

Darwin hatte im März bei der Eröffnung seines Prozesses gestanden, durch die Vortäuschung seines Todes bei einem angeblichen Unfall mit einem Kanu auf der Nordsee 250.000 Pfund (315.000 Euro) an Versicherungsprämien und Zahlungen aus einem Pensionsfonds ergaunert zu haben. Sein Boot war im Frühjahr 2002 am Strand angespült worden, während von dem Kanu-Fahrer jede Spur fehlte. Nach einem jahrelangen Versteckspiel meldete er sich Ende 2007 bei der Polizei.

"Keiner hätte gedacht, dass er nun ausgerechnet ein Kanu bastelt", berichtete ein Häftling des Gefängnisses in der nordostenglischen Stadt Durham. "Als er es herumzeigte, haben alle herzlich gelacht, und er selbst auch." Das Strafmaß für Darwin steht noch nicht fest. Die Entscheidung darüber wird nach dem Abschluss des getrennten Verfahrens gegen seine der Mittäterschaft beschuldigte Frau im Sommer erwartet.

DPA
 
 
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