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8. April 2009, 17:03 Uhr

Geiselnehmer vergewaltigt Therapeutin

Die Geiselnahme im Straubinger Gefängnis ist zwar unblutig beendet worden, das Opfer des Schwerverbrechers wurde aber mehrmals sexuell missbraucht. Der 51-jährige Mörder hatte die Therapeutin des Hochsicherheitsgefängnisses sieben Stunden lang in seiner Gewalt.

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Hochsicherheitsgefängnis in Straubing: Hier hat ein Häftling seine Therapeutin mehrfach vergewaltigt© Armin Weigel/DPA

Bei der Geiselnahme im Straubinger Gefängnis in Niederbayern ist eine Therapeutin der Justizvollzugsanstalt mehrfach sexuell missbraucht worden. Dies gab Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) bekannt. Das Opfer sei nach sieben Stunden in der Gewalt des Häftlings schwer traumatisiert.

Die Geiselnahme war in der Nacht zum Mittwoch ohne Blutvergießen beendet worden. Der Mann, der am Dienstag seine Therapeutin als Geisel genommen hatte, gab um 0.35 Uhr auf, wie ein Sprecher der Straubinger Polizei mitteilte. Die 49 Jahre alte Justizbeamtin blieb unverletzt und wird von Psychologen betreut. Der Häftling wurde wieder in seine Zelle gebracht. Das Messer, mit dem der 51-Jährige die Frau bedroht hatte, stellten die Beamten sicher.

Der Häftling hatte die Frau am Dienstagnachmittag in der sozialtherapeutischen Abteilung der Justizvollzugsanstalt (JVA) in seine Gewalt gebracht. Die Polizei riegelte daraufhin den Gefängniskomplex mit zahlreichen Beamten ab und postierte ein Spezialeinsatzkommando. Die Beamten setzten aber auf Verhandlungen mit dem Geiselnehmer, der so zur Aufgabe bewegt werden konnte. Auch der Psychologe der Anstalt sei einbezogen gewesen, sagte der Polizeisprecher.

Der Geiselnehmer ist ein Wiederholungstäter

Bei dem Täter handelt es sich um einen Schwerverbrecher, der mehrfach wegen Vergewaltigung sowie wegen eines Sexualmords verurteilt wurde. Er hatte eine 25 Jahre alte Frau ermordet und war deswegen 1985 vom Landgericht Aschaffenburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Während der Untersuchungshaft hatte der Mann 1984 in der unterfränkischen Stadt schon einmal zusammen mit einem anderen Häftling einen Gefängnisaufseher als Geisel genommen. Nachdem die zwei Täter den Wachmann niedergeschlagen hatten, konnten sie aus dem Gefängnis fliehen. Beide wurden aber kurz darauf gefasst.

Bereits als 13-Jähriger fiel der Mann erstmals wegen einer Sexualstraftat auf, damals war er aber noch nicht strafmündig. Er hat bereits mehr als 30 Jahre seines Lebens im Gefängnis gesessen.

Bayerns Justizministerin will schärfere Kontrollen

Justizministerin Merk kündigte unterdessen als Reaktion auf die Geiselnahme schärfere Kontrollen für die Straubinger Justizvollzugsanstalt an. Der 51-jährige Häftling soll in eine andere Haftanstalt verlegt werden. Woher er das Messer hatte, ist nach wie vor nicht geklärt.

Die mehr als 100 Jahre alte JVA in Ostbayern ist das wichtigste Hochsicherheitsgefängnis im Freistaat. Dort sitzen zum großen Teil Verbrecher mit besonders langen Haftstrafen ein. Mehr als ein Fünftel der rund 850 inhaftierten Männer sind wegen Mordes zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Zudem werden in Straubing Täter untergebracht, gegen die wegen ihrer Gefährlichkeit Sicherungsverwahrung verhängt wurde.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
keule380 (09.04.2009, 13:38 Uhr)
sportartmakler@.............
Das ist vielleicht durch meine Schuld etwas falsch rüber gekommen, ich wollte nicht sagen, daß der Täter wahrscheinlich ein Nichtdeutscher ist.
Ich hatte zuvor einen Kommentar - ähnlich - geschrieben, der aber mit anderen zusammen gelöscht wurde.
Sehr verdächtig hieß der...
Darin hatte zu verstehen gegeben, daß es mich sehr sehr mißtrauisch macht warum über die Identität des Täters nichts geschrieben wird.
Keinesfalls wollte ich behaupten, daß es hier um einen " Nichtdeutschen "geht.
Nur darlegen, daß es für mich keine Erklärung gibt warum die Identität des Täters hier unterschlagen wird, und daß es üblicherweise dann eben den aufgeführten Grund dafür gibt.
Juristisch gibt es nämlich keinen Grund die Identität es Täters hier nicht zu nennen, denn als rechtskräftig verurteilter Täter kann er namentlich genannt werden.
Daß eben diese Nennung entgegen der üblichen Berichterstattung ausbleibt, daß schürte in mir den Verdacht, daß es sich um einen Mann mit Migrationshintergrund handeln könnte.Welche Erklärung könnte es sonst geben????
Daß Sexualstraftäter nicht therapierbar sind, da kann ich mich anschließen, sowie es oft bei typischen Betrügern der Fall ist weil diese manchmal kein Unrechtsbwußtsein haben und so kaum resozialisierbar sind.
sportartmakler (09.04.2009, 11:43 Uhr)
nein, ich möcht nicht ausschließen bzw. bin mir sicher
dass medien und gutmenschen uns bei diesem thema versuchen zu manipulieren. aber dein reflexartiger vorwurf es müsse sich um einen ausländer oder ehem. migranten handeln zeigt eine gewisse grundhaltung, in welcher gern der kamm rausgeholt wird wenn es um "nichtdeutsche" geht. das halte ich für kritikwürdig. und da du ja von angeblichen fakten sprachst kommt das einer hetze sehr nahe.
@toppic: ansonsten bin ich der meinung das gerade sexualstraftäter nicht therapiert werden können, ein schöner traum der gutmenschen, mehr jedoch nicht. der sexualtrieb ist m.e. motor unserer handlungen. diesen in gesellschaftskonforme bahnen zu lenken halte ich für schlichtweg unmöglich.
keule380 (09.04.2009, 11:19 Uhr)
sportartmakler @...........
Wer sich hier ausschließt von den klar denkenden Menschen, das ist sehr fraglich.Sicher kann ich an so manchen Buchstabenkombinationwen erahnen ob es sich um einen Namen handelt der nicht so üblich ist in diesem Lande.Aber darum geht es auch gar nicht und nicht um Hetze.
Auffällig ist nunmal, daß in den Medien bei Straftaten, egal welcher Art, meist nur der so und so alte Mann geschrieben steht wenn es sich um jemand mit Migrationshintergrund handelt.
Oder- noch dreister - steht da dann der " Deutsche 51 jahrige" .
Wenn die Medien ehrlich sind dann steht da : Der Deutsche 51 jährige zB. aus Kasachstan.
Aber das ist seltener.
Du willst doch nicht ernsthaft anzweifeln, daß die Presse und die Gutmenschen versuchen uns auf die oben genannte Art zu verbblöden, oder bist Du so naiv???
sportartmakler (09.04.2009, 09:41 Uhr)
@keule - "jedem klar denkenden deutschen.."
damit hast du dich schon mal selbst ausgeschlossen. anhand eines buchstabens kannst du also einen möglichen migrantenstatus erkennen? respekt!
fern ab des sterns gibt es noch andere nachrichtenquellen. es gibt sogar fotos von dem herrn, keine spur eines migranten. hab schon bessere hetzparolen gelesen.
keule380 (09.04.2009, 09:21 Uhr)
Geheimniskrämerei...um den Täter
Warum wird hier um die Identität des Täters so eine Geheimniskräerei gemacht??
Wenn weder Namen noch Anfangsbuchstaben genannt werden, dann handelt es sich in der Regel bei dem Täter um einen
" Nichtdeutschen " oder einen Mann mit Migrationshintergrund.
Damit verraten sich die Gutmenschen in den Medien und jeder weiß, daß es nicht öffentlich werden soll, daß der Täter jemand ist, der Nicht IM SCHWARZWALD GEBOREN wurde sondern auf irgendeine Weise einen deutschen Paß bekommen hat, oder geduldet hier lebt. Einfach ekelhaft wie hier manipuliert wird und das Volk verblödet wird. Aber gerade diese Nichtnennung der Namen sagt jedem klar denkenden Bürger was Fakt ist
Administrator (09.04.2009, 08:53 Uhr)
Liebe User,
vielen Dank für Ihre Beiträge. Wir mussten an dieser Stelle leider einen Großteil der Postings löschen. Daher bitten wir Sie im Folgenden um eine sachliche und auf das Thema des Artikels bezogene Diskussion.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
Oederland (09.04.2009, 08:46 Uhr)
Wegsperren lebenslänglich
Tatsache ist, dass die momentanen Therapien bei Sexualstraftätern zu keinem oder äußerst geringem Erfolg führen. Wobei "Erfolg" hier so zu verstehen wäre, dass die therapierten Täter deutlich weniger rückfällig werden als nicht therapierte! Nur weil jemand, der einmal vergewaltigt und dann eine Therapie durchläuft, danach nicht mehr vergewaltigt, muss das noch lang nichts mit der Therapie zu tun haben! Für jeden, der sich dafür interessiert, empfehle ich folgende wissenschaftliche Studie:
Rice, M E & Harris, G T (2003). The Size and Sign of Treatment Effects in Sex Offender Therapy. Ann N Y Acad Sci, 989:428-440.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass bei den besonders gewaltbereiten Tätern viel zu lasch vorgegangen wird. Ich sehe keinen Grund, warum überhaupt versucht werden soll, z.B. einen Mehrfachmörder/-vergewaltiger zu resozialisieren. Stattdessen plädiere ich für lebenslängliches Wegsperren, und zwar dann tatsächlich bis zum Tode. Auf die Gefahr hin, dass damit auch jenen, die nicht mehr straffällig würden, eine Chance zum neubeginn genommen würde. Aber braucht jemand, der einen Menschen umgebracht hat, wirklich eine zweite Chance? Ich finde nicht. Ganz ehrlich, bei solchen Personen spar ich mir das Mitleid. Die Frage nach der "Gerechtigkeit"/ethischen Vertretbarkeit ist lächerlich. Es wird ja auch die Freiheit des Täters eingeschränkt, wenn er im Gefängnis hockt. Vielleicht das Gefängnis dann ganz abschaffen?
Daneben: wie kommt der Täter zur Waffe? warum konnte er die Therapeutin überwältigen? warum hat es so lange gedauert, bis der Vorfall entdeckt wurde?
onkel.erwin (09.04.2009, 01:29 Uhr)
Es ist völlig illusorisch,
einen Drogenabhängigen durch gutes Zureden (="Therapie") dazu zu bewegen, von seiner Sucht zu lassen. Das kann nicht funktionieren, da das Suchtverhalten auf einer organischen Besonderheit des Kranken beruht: der Suchtkranke ist nicht psychisch, sondern organisch krank. Genauso verhält es sich mit manchen - nicht allen - Sexualstraftätern: hier liegt eine fixierte Störung vor, die nicht durch eine Psychotherapie zu beheben ist, sie ist engrammiert, eine organisch fixierte Verhaltensstörung. Mit Händchenhalten wie bei einer reaktiven, phasenhaft vorübergehenden, lebensgeschichtlich bedingten Störung ist da nichts geholfen. Ich habe keinerlei Mitleid mit Psychologen und Sozialpädagogen, die diese Umstände nicht anerkennen wollen, nicht einsehen, dass hier von vornherein jede Mühe vergebens ist und sich - freiwillig oder amtsbedingt - auf diese Leute einlassen und dann in die Fänge dieser Psychopathen geraten. Es ist typisch für die Übertherapie der heutigen Zeit, nicht klare Grenzen der therapeutischen Möglichkeiten erkennen zu wollen und zu akzeptieren.
wynmuck (08.04.2009, 19:36 Uhr)
Wer schützt uns?
Ich bin der Meinung, wenn jemand schon mehrfach aufgefallen und verurteilt und die meiste Zeit seines Lebens im Gefängnis gesessen hat, dann sollten wir vor solchen Individuen geschützt werden. Ein Justizirrtum ist bei solchen Menschen sicher nicht mehr anzunehmen. Jeder nimmt Schuld auf sich, der solchen die Menschen die Möglichkeit gibt, weiterhin zu vergewaltigen (oder zu töten).
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