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25. März 2011, 14:26 Uhr

Ex-Geliebte sagt zum zweiten Mal aus

Erstmals hat Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn die Gelegenheit gehabt, das mutmaßliche Opfer im Vergewaltigungsprozess zu befragen. Nach nur knapp zwei Stunden ist alles vorbei.

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Die Bilder ähneln sich, Jörg Kachelmann mit seinem Anwalt Höcker nach der Verhandlung sitzend im Auto© Ronald Wittek/DPA

Überraschend schnell hat das Landgericht Mannheim im Prozess gegen Jörg Kachelmann die Vernehmung der Nebenklägerin beendet. Die ehemalige Geliebte des schweizer Fernsehmoderators hielt dabei an ihren Vorwürfen fest, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag im Anschluss an die nichtöffentliche Befragung. Die 38-Jährige beschuldigt Kachelmann, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt.

Nach nicht einmal zwei Stunden war die Befragung beendet. Kachelmanns Verteidiger Johann Schwenn bezeichnete sie als "außerordentlich aufschlussreich und ertragreich", wollte aber keine Details über die nichtöffentliche Gerichtsverhandlung preisgeben. Die Ex-Geliebte war bereits im Oktober an vier Verhandlungstagen mehr als 20 Stunden lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen worden. Schwenn war seinerzeit jedoch nicht beteiligt, sondern sein Vorgänger Reinhard Birkenstock.

Aus diesem Grund war erwartet worden, dass Schwenn die Nebenklägerin ausführlicher befragen würde. Er hatte zu Beginn der Verhandlung eine eigens erstellte Tabelle an die Prozessbeteiligten verteilt, in der angebliche Widersprüche in den bisherigen Aussagen aufgestellt waren.

Öffentlichkeit sollte zugelassen werden

Vor Beginn der Vernehmung hatte Schwenn zudem beantragt, die Öffentlichkeit während der Vernehmung zu bestimmten Themen zuzulassen. Schwenn erwähnte unter anderem Kontakte des mutmaßlichen Opfers zur Feministin Alice Schwarzer, die für die "Bild"-Zeitung über den Prozess berichtet. Außerdem wollte er die Frau fragen, ob sie sich mit einem Polizeibeamten geduzt habe. Dies sollte in öffentlicher Sitzung geschehen, "damit der Öffentlichkeit nicht verborgen bleibt, welche gewichtigen Gründe gegen die Glaubwürdigkeit (der Nebenklägerin) sprechen".

Im Laufe der Vernehmung jedoch nahm Schwenn den Antrag auf Zulassung der Öffentlichkeit wieder zurück. "Diese Themen haben an Bedeutung verloren", sagte er im Anschluss an die Sitzung.

Am kommenden Dienstag soll die ehemalige Kachelmann-Geliebte vernommen werden, die für ein Interview in der "Bunten" ein Honorar von 50.000 Euro bekommen hatte. Außerdem sollen in der kommenden Woche die beiden Staatsanwälte Oskar Gattner und Lars-Torben Oltrogge als Zeugen befragt werden. Dabei soll es um die Vernehmung des mutmaßlichen Opfers gehen.

Kachelmann steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung seit Anfang September in Mannheim vor Gericht. Seine 38 Jahre alte Ex-Geliebte aus Schwetzingen hatte ihn angezeigt. Der Moderator bestreitet die Vorwürfe.

zen/DPA
 
 
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