. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
20. Februar 2009, 13:27 Uhr

"Hurensohn" hat ein Nachspiel

Er hat seine Schwester ermordet und möglicherweise eine Frau vergewaltigt, da sind die neuen Ermittlungen gegen Ahmad O. wegen Beleidigung fast schon eine Lappalie. Der "Hurensohn", mit dem er den Staatsanwalt beschimpfte, könnte ihm eine weitere Strafe bescheren.

Der Mord war nicht alles: Ahmad O. könnte noch einige weitere Jahre Gefängnis aufgebrummt bekommen - eines möglicherweise wegen Beleidigung

Der wüste Auftritt vor dem Hamburger Landgericht hat für den Mörder der 16 Jahre alten Deutsch-Afghanin Morsal ein weiteres juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Ahmad O. wegen Beleidigung eingeleitet, wie Behördensprecher Wilhelm Möllers am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte. "Wir halten es aus Gründen der Achtung vor der Justiz für geboten, die Tat zu verfolgen." Nach dem lebenslangen Urteil am Freitag vor einer Woche hatte Morsals Bruder Staatsanwalt Boris Bochnik unter anderem als "Hurensohn" beschimpft.

Mehr als eine Unhöflichkeit

Die "beleidigenden Äußerungen" von Ahmad O. nach dem Urteil gingen "über eine noch vertretbare bloße Unhöflichkeit oder Taktlosigkeit" hinaus, betonte Möllers. Die Staatsanwaltschaft habe zudem Anhaltspunkte dafür, dass er sich auch gegenüber dem Gericht und Justizwachtmeistern "abfällig verhalten" habe. Die Behörde werde die entsprechenden Akten an Landgericht und Justizverwaltung weiterleiten - diese könnten dann prüfen, ob sie ebenfalls Strafanzeige stellen. Im Vergleich zur lebenslangen Haftstrafe ist die mögliche Folge der Pöbeleien allerdings harmlos: Beleidigung kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft prüft gegen den verurteilten Mörder auch den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs. Er soll im November 2007 gemeinsam mit einem weiteren Verdächtigen eine Frau - sie wurde 1977 in Afghanistan geboren - vergewaltigt haben. Die Behörde hat im April 2008 Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs "widerstandsunfähiger Personen" aufgenommen.

Noch am Tag der Urteilsverkündung wegen Mordes war bei der "Hamburger Morgenpost" eine E-Mail eingegangen, in der stand: "Boris Staatsanwalt wird tot sein, denn wir Afghanen nehmen Rache." Seit Anfang der Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft daher wegen Verdachts der Bedrohung gegen unbekannt. Zu Einzelheiten wie etwa möglichen Schutzmaßnahmen gab Sprecher Möllers keine Auskunft.

Das Landgericht hatte den 24-jährigen Ahmad O. wegen heimtückischen Mordes an seiner Schwester Morsal zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Deutsch-Afghane hatte die 16-Jährige im Mai 2008 aus Wut über ihren westlichen Lebensstil auf einen Parkplatz gelockt und nach einem Wortwechsel mit 23 Messerstichen getötet, was als so genannter Ehrenmord bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Nach dem Urteil war es zu tumultartigen Szenen gekommen. Die Verteidigung hat Revision gegen die Gerichtsentscheidung eingelegt.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
emanuel (20.02.2009, 18:18 Uhr)
Hurensohn
Mich würde wirklich mal interessieren was diese Leute bei uns wollen. Sie bekommen bei uns Asyl weil in ihrer Heimat Krieg ist und benehmen sich in dem Land welches ihnen ein sorgloses Leben bietet wie die Hinterwäldler. Das ist noch sehr human ausgedrückt.
Wenn wir in ihrem Land zu Gast sind und gegen geltende Gesetze verstoßen werden wir auch mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft.
Also was erdreisten diese Leute sich unsere Justizangestellten (Richter, Staatsanwälte u.s.w. ) als Hurensohn und Nazis zu beschimpfen. Meine Meinung, die ganze Familie hat sich so unmöglich aufgeführt, alle in den nächsten Flieger und zurück in ihre Heimat. Vielleicht dürfen sie ja dort morden und die Justiz beschimpfen ohne dafür bestraft zu werden.
Administrator (20.02.2009, 18:12 Uhr)
Liebe User
Wir haben uns entschieden, diese Diskussion hier zu beenden und bedanken uns für ihre Beiträge.
Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
kb26919 (20.02.2009, 18:05 Uhr)
Ganz offenbar
ist diese ganze Familie nie wirklich in Deutschland angekommen sondern scheint der Auffassung zu sein dass sie deutsche Gesetze nicht nur missachten,sondern dass die fuer sie nicht gelten.Das Verhalten der Familie nach dem Prozess spricht fuer sich und man sollte ueberlegen wie sie ausgebuergert werden koennen.Das sollte bei solchem Verhalten kein Taboo sein.
gaga007 (20.02.2009, 17:57 Uhr)
Null Toleranz !
Die Toleranz des deutschen Staates und seiner Gesellschaft ist durch den überwiegenden Teil der türkischen und afganischen Migranten ausgenutzt und mißbraucht worden. Es ist an der Zeit, dass Gesellschaft und Justiz einen neuen Weg beschreiten - null Toleranz ! Es ist zwingend erforderlich, dass dieser Staat seine Gesetze durchsetzt !
JanvanHelsing (20.02.2009, 16:44 Uhr)
es geht auch anders
das man mit solchen Familien anders verfahren kann sieht man Hier:
http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1016510/
Auch_im_Gefaengnis_noch_stolz_auf_Mord_an_Tochter.html
Könnte sich unsere Justiz mal ein Beispiel nehmen
1Stejn (20.02.2009, 16:04 Uhr)
mal ne andere frage
anstatt übereinander herzuziehen und uns zu fragen was wir mit "solchen monstern" machen, sollten wir uns vielleicht mal fragen, was getan werden kann damit keiner ein solches monster wird.
sportartmakler (20.02.2009, 15:42 Uhr)
@horst
die einstellung der familie gegenüber dem gericht und "den deutschen" ist ja nun auch nicht gerade freundschaftlich. aktion-reaktion, ist zwar ein endlosspiel aber toleranz hat auch grenzen und hat nichts mit blankem rassismus zu tun.
Blacky007 (20.02.2009, 15:36 Uhr)
@Sublucem
Ich kenne einige Ausländer, die es genau so sehen wie Sie und es wäre mehr als begrüßenswert, wäre dies die generelle Einstellung eines jeden, der in ein anderes Land auswandert. Dann wäre Mulitkulti eine mehr als willkommene Bereicherung.
-
Typen wie dieser Ahmad O. sind für viele Missverständnisse und Feindlichkeiten zwischen den Nationalitäten hauptverantwortlich.
-
Da die Eltern und Angehörigen jedoch die selbe Ansicht haben, wie dieser Verbrecher, sollte der dt. Staat
die Möglichkeit beistzen, solchen Menschen die Aufenthaltserlaubnis untersagen od. die dt. Staatsbürgerschaft wieder abzuerkennen. Sie haben klar gezeigt, das sie nicht wirklich in unserem Land angekommen sind und unser GG vehement verachten.
Xennia (20.02.2009, 15:34 Uhr)
Kuschelurteile erzeugen Respektlosigkeit
Die Respektlosigkeit, die der Angeklagte zeigt, ist u. a. auch das Ergebnis einer Kuscheljustiz, die jahrzehntelang Ehrenmorde mit dem kulturellen Hintergrund entschuldigte und dementsprechend lasche Urteile fällte. In zukünftigen Gerichtsprozessen gegen gewalttätige Migranten sollte bei der Strafzumessung bedacht werden, dass milde Urteile weder vor zukünftig Straftaten abschrecken noch
ein wirkliches Unrechtsbewusstsein bei den Angeklagten auslösen, sondern im Gegenteil, die Schuld der
"Gesellschaft" zuschieben.
OnkelHo (20.02.2009, 15:28 Uhr)
@garnet, @1stejn
Mal eine Frage an Euch: Wenn Ihr die Deutschen so sehr hasst, warum seit Ihr dann eigentlich noch hier?
@sublucem
Deine Meinung finde ich vorbildlich. Viel mehr Leute sollten si denken. Bravo.
MEHR ZUM ARTIKEL
Ahmad O. Morsals Mörder soll vergewaltigt haben

Ahmad O., der Mörder der 16 Jahre alten Morsal, beschäftigt weiter die Justiz: Gegen den Deutsch-Afghanen ermittelt die Hamburger Staatswanwaltschaft nun auch wegen sexuellen Missbrauchs. Gemeinsam mit einem anderen Verdächtigen soll Morsals Bruder eine junge Frau vergewaltigt haben. mehr...

Urteil im "Ehrenmord"-Prozess Morsals Eltern verlieren die Nerven

Lebenslang. Das Urteil im Hamburger "Ehrenmord"-Prozess gegen Morsals Bruder Ahmed O. hat die Eltern von Täter und Opfer verzweifeln lassen. Im Landgericht spielten sich hochdramatische Szenen ab. Während der Verurteilte und sein Bruder Richter und Ankläger anpöbelten, versuchte die Mutter sogar, sich das Leben zu nehmen. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe