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10. Februar 2011, 13:05 Uhr

Tim K.s Vater droht neue Klage

Kaum ist das Urteil gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden gefallen, droht ein neuer Prozess: Die Stadt Winnenden erwägt, Tim K.s Vater zu verklagen. Diesmal geht es allerdings nicht um Schuld, sondern um Geld.

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Der Amoklauf von Winnenden könnte ein weiteres juristisches Nachspiel nach sich ziehen© DPA

Dem Vater des Amokläufers von Winnenden droht eine Schadenersatzklage der Stadt Winnenden. Nach der Bewährungsstrafe des Landgerichts Stuttgart für den 52-Jährigen teilte Winnendens Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (CDU) mit: "Sobald die Urteilsbegründung vorliegt und das Urteil Bestand hat, stellt sich für die Stadt Winnenden die Frage, ob wir zivilrechtlich unsererseits den materiellen Schaden einklagen, den die Stadt als Schulträgerin erlitten hat."

Der 17-jährige Tim K. hatte am 11. März 2009 in seiner früheren Realschule in Winnenden und auf der Flucht nach Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Die Tatwaffe hatte sein Vater zuvor unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt. Das Gericht verurteilte den Sportschützen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung.

"Ich hoffe, die Strafe wird andere Waffenbesitzer vor solch fahrlässigem Handeln abschrecken", betonte Holzwarth. "Offensichtlich sieht das Landgericht Stuttgart mit seinem Urteil einen definitiven Zusammenhang zwischen dem Handeln des Vaters und der schrecklichen Mordtat des Sohnes. Dass eine Haftstrafe, wenn auch nur zur Bewährung, ausgesprochen wurde, ist daher folgerichtig."

tkr/DPA
 
 
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