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4. September 2008, 15:28 Uhr

Angst vor Inflation größer als vor Terror

Die Deutschen haben mehr Angst vor einer Inflation als vor einem Terrorangriff. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die ein Versicherungskonzern vorgestellt hat. Weitere Angstmacher sind demnach Naturkatastrophen sowie Krankheit, Alter und Pflege.

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Vor allem die hohen Energiepreise haben bei den Deutschen die Angst vor der Inflation geschürt. Laut einer Umfrage gaben 76 Prozent der Befragten an, sich am meisten vor Preissteigerungen zu fürchten© Christian Hager/DPA

Die Angst der Deutschen vor zu hohen Preisen ist so groß wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Nach einer am Donnerstag in Berlin vorgelegten Umfrage stellen für mehr als drei Viertel aller Verbraucher die steigenden Lebenshaltungskosten die allergrößte Sorge dar. Dies sei der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen 1991, wie der Versicherungskonzern R+V bei Vorlage der Studie "Die Ängste der Deutschen" mitteilte.

Demnach sinkt auch das Vertrauen in die Wirtschaft: 58 Prozent der Befragten befürchteten eine schlechtere Wirtschaftslage. Ganz oben auf der Angst-Skala steht zudem wieder die Furcht vor Naturkatastrophen. Anders als vor einem Jahr fürchten sich die Deutschen dagegen inzwischen weit weniger vor Terror und Krieg.

Die Inflationsangst steht seit Jahren an der Spitze der Umfrage, die R+V regelmäßig im Sommer erhebt. In diesem Jahr haben 76 Prozent der befragten 2400 Bürger angegeben, dass der Preisanstieg ihnen am meisten Sorge bereite. Vor einem Jahr waren es 66 Prozent. Vor allem Energie- und Lebensmittelpreise bewegten die Gemüter wie nie.

Terrorangst rangiert nur auf Platz elf

Dies wirke sich auch auf die Bewertung der Konjunktur aus. Die gefühlte Wirtschaftslage habe sich sehr verschlechtert, obwohl die reale Lage noch vergleichsweise gut sei, sagte Prof. Manfred Schmidt von der Uni Heidelberg. Dies verwundere nicht, da die Bevölkerung das "hohe Gut Preisstabilität" in großer Gefahr sehe. "Das schürt tief sitzende Inflationsängste und weckt auch Zukunftsängste." So sei die Sorge, im Alter auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen, inzwischen um drei Prozentpunkte auf 41 Prozent gestiegen.

"Starkregen, Überschwemmungen und Hagelstürme sorgen dafür, dass die Angst der Deutschen vor Naturkatastrophen auf sehr hohem Niveau bleibt", heißt es weiter. Mit 58 Prozent liegt sie mit der Furcht vor Verschlechterung der Wirtschaftslage bundesweit wieder auf Platz 2. Dabei hätten Westdeutsche deutlich mehr Angst als die Ostdeutschen.

Zu den "Angstmachern" gehört auch die Furcht vor Alter, Krankheit und Pflege. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat der Umfrage zufolge große Sorgen, pflegebedürftig zu werden oder schwer zu erkranken. Deutlich zurückgegangen ist die Furcht vor Terrorismus. Mit 41 Prozent rangiert sie auf Platz 11 der insgesamt 16 größten Ängste. Vor einem Jahr fürchtete sich noch die Hälfte vor Krieg und Terror.

Insgesamt hat die Jugend den Angaben zufolge mehr Zuversicht. Nur bei den 40- bis 59-Jährigen sei die Zukunftsangst leicht gestiegen. Auch Frauen hätten mehr Zukunftssorgen. Lediglich die Angst vor der Arbeitslosigkeit sei bei Männern größer. Nur noch wenige Unterschiede gebe es zwischen Ost und West. Die Westdeutschen fürchteten sich mehr vor Naturkatastrophen und Terror, die Ostdeutschen vor allem vor Arbeitslosigkeit und einem sinkenden Lebensstandard im Alter.

DPA
KOMMENTARE (7 von 7)
 
benziner (04.09.2008, 19:04 Uhr)
Scheiß Angst
Die schlimmste Angst die es gibt ist die Scheiß Angst. Habt Ihr sie schon mal verspürt, wenn Ihr glaubt, Ihr kommt nicht rechtzeitig aufs Klo? Angst haben die Deutschen sowieso immer. " German Angst" ist ein weltweit verbreiteter Begriff, weil sich die Deutschen ständig in die Hosen machen.
Dass die Inflationsangst an erster Stelle steht kann man ja irgendwo noch nachvollziehen aber auf Platz zwei die Angst vor Naturkatastrophen??? Unbegreiflich!
Für mich sind daran die Grünen und gleichermaßen der Deutsche Wetterdienst schuld. Dieses ständige Katastrophenscenario,das sie verbreiten geht einem wirklich auf den Sack.
nese (04.09.2008, 15:37 Uhr)
Wer mit dem zufrieden ist
...was er jetzt hat, wird es nie zu etwas bringen. Denn ohne Unzufriedenheit gibt es keine Entwicklung. An die Menschen, denen es schlechter geht als mir, moechte ich gar nicht denken, sonst geht es mir noch schlechter als jetzt!
Prato61 (04.09.2008, 15:31 Uhr)
@zeyneps
Was verstehst du unter schlimmer??
Dass man demnächst im Winter nur noch ein Zimmer beheizen, bzw. beleuchten kann?? Immer schön in den allegemeinen Tenor unseres Ignorantenstadel Bundesregierung einstimmen und mit dem Finger auf angeblich noch schlechter dastehende Länder zeigen.
Verdammt noch mal, unsere Großeltern haben sich nach dem Krieg täglich den Allerwertesten aufgerissen, um unser Land wieder in die Höhe zu bekommen. Und nun sind ein paar wild gewordene Politiker dabei, alles wieder den Bach runter gehen zu lassen!! Und was macht der deutsche Bürger??? Er gebärdet sich als Herdentier und plappert hirnlos alles nach, was unsere Blutsauger in Berlin von sich geben.
schichtarbeiter (04.09.2008, 15:22 Uhr)
@zeyneps
...Und aus dem Dunklen sprach eine Stimme zu mir:" Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen".
Ich lächelte und war froh und es kam schlimmer!
TheWurst (04.09.2008, 15:15 Uhr)
@ zeyneps
Zitat: "Mit der Dankbarkeit kommt auch der Reichtum"
Na dann vielen Dank... ;)
zeyneps (04.09.2008, 15:05 Uhr)
Solle versteh´n ,wer´s könne.
Dies ist die nächste Folge von "Jammern
auf hohem Niveau".Gerade in solchen Zeiten sollte unser einer doch in andere Länder schauen und feststellen können,dass es uns allen abermals gut geht.Auch der Hartz IV-Empfänger kann ein vernüftiges Leben führen,wenn er rationell wirtschaftet.Gerade jetzt müssen wir doch Vertrauen in unsere Politik und Wirtschaft haben,sodass alles vorangetrieben und wir es morgen noch besser wie Heute haben.Wo wird der einzelne Mensch so hoch Wertgeschätzt als in Deutschland ?
Deswegen:Mensch jammer nicht,sei Dankbar mit dem was DU hast.So wirst du sehen, dass dein Täglich Leben sehr schön ist.Mit der Dankbarkeit kommt auch der Reichtum.Mensch RAFF dich zusammen.
traldors (04.09.2008, 14:57 Uhr)
Inflation kann kommen (...)
Haus gekauft und andere Investitionen getätigt in Werte, die schon vorhergehenden Inflationen schwer egal waren.
Vielleicht ist dann die Villa wie bei meinem Opa in 2 Tagen abbezahlt.
Das hätte was (...)
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