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18. Juni 2009, 19:52 Uhr

Pilot stirbt während des Fluges

Dramatischer Zwischenfall über dem Atlantik: Der Kapitän eines Passagierflugzeuges mit 247 Menschen an Bord ist auf dem Weg von Brüssel nach New York gestorben. Die beiden Kopiloten übernahmen die Kontrolle und landeten die Boeing 777 der Continental Airlines sicher auf dem Flughafen Newark.

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Sicher in Newark gelandet: Die Boeing 777 von Continental Airlines© Daniel Barry/Getty Images

Der Pilot einer US-Passagiermaschine ist am Donnerstag auf dem Flug über den Atlantik verstorben. Die Boeing 777 der Continental Airlines mit 247 Passagieren an Bord war auf dem Weg von Brüssel nach Newark im US-Staat New Jersey. Nach dem Tod ihres 60-jährigen Kollegen übernahmen der Kopilot und ein weiterer Pilot, der sich zufällig an Bord befand, die Kontrolle über die Maschine.

Auf dem Newark Liberty Airport wurden sicherheitshalber alle erforderlichen Vorkehrungen für eine Notlandung getroffen worden. So wurden andere Flugzeuge aus der Anflugschneise geleitet, um der Continental-Maschine eine besonders sichere Landung zu ermöglichen. Erschwerend kam die schlechte Wetterlage hinzu: dichter Regen und heftige Winde. Doch die Notbesatzung landete die Maschine pünktlich und sicher.

Die Passagiere wurden während des Fluges nicht über den Tod des Piloten informiert. Es gab lediglich eine Durchsage, mit der Ärzte an Bord gebeten wurden, sich bei der Besatzung zu melden. "Wir haben nichts gemerkt", sagte ein Passagier dem New Yorker Sender NY1. "Es wurde nur nach einem Arzt gefragt wegen eines medizinischen Notfalls." Ein anderer Fluggast sagte, er habe sich erst Sorgen gemacht, als er nach der Landung Löschzüge und Krankenwagen bemerkt habe.

Eine Sprecherin von Continental Airlines sagte, der 60-jährige Pilot sei eines natürlichen Todes gestorben. Er sei seit 32 Jahren für die Fluggesellschaft tätig gewesen.

Der Tod von Piloten während des Flugs ist selten, aber nicht beispiellos. Im Januar 2007 musste eine Continental-Maschine bei einem Flug von Texas nach Mexiko notlanden, nachdem der Pilot zusammengebrochen war. Er starb am Boden. Im Mai 2000 musste eine Maschine der China Air kurz nach dem Start nach Taiwan zurückkehren, weil der Pilot einen Herzinfarkt erlitt. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Im März 1997 schlitterte eine Gulf-Air-Maschine über die Startbahn von Abu Dhabi, nachdem der Pilot beim Startmanöver einen Herzanfall erlitt.

AP/AFP/DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
HombreUno (19.06.2009, 13:41 Uhr)
Korrektur
Im zweiten Satz soll es heißen: WENN der PF nicht gleich auch der PiC ist, dann ...
HombreUno (19.06.2009, 13:30 Uhr)
@kochc,
das der PiC verantwortlich für das Flugzeug bleibt (solange er lebt) ist schon klar, auch wenn er PNF ist. Der PF nicht gleich auch der PiC ist, dann ist er nur für den Flug verantwortlich. Die Frage hatte sich aber auf den Begriff COPILOT (engl. assisting pilot) bezogen. Also nochmal, wenn der First Officer (FO) die Funktion des PF übernimmt und der PiC die Aufgaben des assistierenden PNF übernimmt, ist dann der PiC der Copilot (assisting pilot), oder nicht?
.
Bezogen auf den in dem artikel beschriebenen Fall kommt natürlich die Frage auf, wieso bei dem Approach Notfallvorkehrungen getroffen wurden. OK, der PiC war ausgefallen, geht dessen Verantwortung für das Flugzeug dann nicht auf den PF über, oder war der PF gar kein First Officer, vielleicht nur ein Second Officer (SF)? Das können ja auch keine Deppen in Newark AP sein, die Situation muß ja die Notfallvorkehrungen vorgegeben haben.
.
@STR- Du bist gefordert!
Windukeit (19.06.2009, 10:29 Uhr)
Eine Notlandung...
...findet nur dann statt, wenn sofort gelandet werden muss. Die im Artikel beschriebene Situation ist definitiv keine Notlandung gewesen.
nelly1965 (19.06.2009, 10:22 Uhr)
hirnsuchend wäre wohl passender...
es ist technisch gar nicht möglich erst nach dem Flug zu zahlen, da man nur mit einem bezahlten Ticket an Bord kommt. Ich bin aus der Branche.. solch zynische Kommentare sind mehr als überflüssig..
emeinung (19.06.2009, 09:34 Uhr)
Auch zu diesem Zweck...
...sitzen schließlich mehr als ein Pilot dort vorne: wenn einer ausfällt, muß noch mind. einer da sein, der die Kiste weiterfliegen kann. Deshalb gleich von Notlandung zu sprechen halte ich auch für übertrieben!
kochc (19.06.2009, 08:57 Uhr)
@hombre
Der Pilot Flying wird nicht automatisch zum Pilot in Command, weil er steuert. Der PiC bleibt, und wenn er auf dem Klo ist, wenn die Kiste brennt, dann würde ich ihn ganz schnell holen.
HombreUno (19.06.2009, 01:07 Uhr)
Kopilot?
Was ist eigentlich ein Kopilot?
.
Im Cockpit gibt es einen Kapitän und einen Ersten Offizier die normal abwechselnd fliegen. Während z.B. der Erste Offizier das Flugzeug fliegt, übernimmt der Kapitän die assistierenden Aufgaben des Nichtfliegenden. Ist der Kapitän dann der Kopilot, oder bleibt der Erste Offizier der Kopilot, obwohl er das Flugzeug führt?
ikaron (19.06.2009, 00:14 Uhr)
Anreiz?! Super Tip...
Da ist er wieder, unser Hirnfreund. Ja sicher, wenn Fluggäste erst nach der Landung zahlen ist das der Anreiz schlechthin sicher zu fliegen. Die Leben, die sündhaft teure Pilotenausbildung und das mehrere Millionen Dollar schwere Fluggerät sind im Vergleich zum Flugticket ja nicht wirklich erwähnenswert.
Wie auch immer, wie fühlt sich ein voll ausgebildeter Copilot eigentlich wenn man eine Notlandung vorbereitet wenn er dabei ist seinen Job zu machen? Wie der letzte Azubi wahrscheinlich.
Der Pilot selbst, nun ja, Pilot wird jemand der es liebt zu fliegen. Man weiss es nicht, aber ich denke es hätte ihn schlimmer treffen können.
soondecember (18.06.2009, 21:30 Uhr)
Sicherheitsmassnahmen sind der Fluglinien sind okay
Über den Tod muss man in solchen Bereichen reden dürfen. Die Sicherheitsvorkehrungen für das gesundheitl. normale Sterberisiko sind okay. Der Copilot kann die Maschine gut alleine fliegen, er ist kein Lehrling und voll trainiert. Soweit ich weiss bekommen Piloten auch verschiedene Essenszubereitungen im Hinblick auf das Risiko Nahrungsmittelprobleme.
Den Angehörigen mein Beileid, dennoch auch im Angesicht der eigenen Sterblichkeit, mir wärs so lieber, als altershalber an Krebs, dies Heimgehen ein bischen wie ein Roman, der Flieger bleibt bis zur letzten Stunde am Steuer, in den Wolken....
Wer das jetzt piätätslos findet, naja, ich denke schon über die Endlichkeit des Seins nach.
Hirnfreund (18.06.2009, 21:20 Uhr)
Mein Tipp: Zahlung erst nach Landung
Ich zahle grundsätzlich erst nach erfolgreicher Landung und nicht im vorraus. Allerdings muss man da verhandeln, weil Fluggesellschaften sowas nicht gerne sehen. Anderseits ist es auch ein Anreiz für die Fluggesellschaft, gerade wenn mehere Passagiere erst nach erfolgreicher Landung zahlen, die Maschine sicher zu fliegen.
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