Wieso baut ein Land, dessen Bewohner nicht einmal einen Dollar am Tag verdienen, Atombomben? Warum sind die Friedensverhandlungen zwischen den beiden Koreas gescheitert, und was verbirgt sich hinter dem umstrittenen Atomprogramm? Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Nordkorea. Von Niels Kruse

Nicht einmal 300 Kilometer liegen zwischen den beiden Hauptstädte Seoul und Pjöngjang - und doch sind sie Welten voneinander entfernt© Jung Yeon Je/AFP
Bald beginnt wieder die Krabbensaison an der Küste Koreas. Die so beliebten Tiere lassen sich am besten dort fischen, wo der Norden und der Süden aufeinandertreffen: am 38. Breitengrad - der gefährlichsten Grenze der Welt. Immer wieder stoßen hier die Fischer der beiden verfeindeten Bruderstaaten aufeinander und schon zweimal kam es wegen Krabbenkuttern, die sich angeblich auf dem Territorium des jeweils anderen Landes befunden haben sollen, zu heftigen Kämpfen zwischen dem stalinistischen Norden und dem kapitalistischen Süden.
Nun eskaliert der Konflikt zwischen dem maroden Reich des Despoten Kim Jong Ils und dem Rest der Welt erneut. Grund sind die Atom- und Raketentests Nordkoreas. Neueste Eskalationsstufe: Der Norden fühlt sich nicht länger an das Waffenstillstandsabkommen mit dem Süden aus dem Jahr 1953 gebunden.
Auch Schiffe, die dem Seegebiet des Nordens zu nahe kommen, könnten zum Kriegsgrund werden. Lösen nun ein paar Krabbenfischer einen neuen Krieg aus? Und warum gibt es bis heute keinen Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea? Wieso baut ein Land, dessen Bewohner nicht einmal einen Dollar am Tag verdienen, Atombomben? Und was verbirgt sich überhaupt hinter dem umstrittenen Atomprogramm? Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Nordkorea.
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