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AfD-Politiker Höcke wehrt sich gegen drohendes Unterrichtsverbot

Hessens Kultusminister will nicht, dass AfD-Politiker Björn Höcke wieder an einer Schule unterrichtet. Doch der will die Degradierung nicht hinnehmen. Via Facebook kritisiert er seinen Dienstherren scharf.

Björn Höcke

AfD-Politiker Björn Höcke auf einer Kundgebung in Merseburg: Den Schuldienst will er anscheinend trotz seiner Politikerkarriere nicht aufgeben

Hessen will den AfD-Politiker Björn Höcke nicht mehr in den Schuldienst zurücklassen, falls dieser eine Rückkehr beabsichtigen sollte. Kultusminister Alexander Lorz sagte der "Frankfurter Rundschau" (Samstag), er werde im Rahmen seiner rechtlichen Möglichkeiten "alles dafür tun, dass Herr Höcke nicht mehr Unterricht an einer unserer Schulen erteilt".

Höcke wehrt sich via Facebook

Höcke entgegnete, der Minister habe mit der Äußerung seine Fürsorgepflicht als Dienstherr verletzt. "Ich war ein bei Kollegen und Eltern geschätzter und bei Schülern beliebter Lehrer", schrieb er am Sonntag auf Facebook. Sein Politikstil sei "volkstümlich-kämpferisch".

Der 43-jährige Partei- und Fraktionschef der AfD in Thüringen hatte auf einer Veranstaltung im November in Sachsen-Anhalt von einem "lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp" gesprochen - was von Experten als rassistisch gewertet worden war. Ermittlungen wegen Volksverhetzung hat die Staatsanwaltschaft Halle aber eingestellt.

Höcke hatte früher als Oberstudienrat Sport und Geschichte im nordhessischen Bad Sooden-Allendorf unerrichtet. Bis 2019 ist er in den Thüringer Landtag gewählt und für diese Zeit beurlaubt.

tkr/DPA
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