7. Februar 2013, 14:18 Uhr

Hessens FDP-Chef unter Rassismusverdacht

Der hessischer FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn glaubt nicht, dass Deutschland bereit für einen Vizekanzler mit asiatischer Herkunft ist. Die Linke wirft dem Politiker Rassismus vor.

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Kritik aus der zweiten Reihe: Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn (hinten, 2.v.r.) hat sich negativ über Philipp Röslers Herkunft geäußert©

Hessens FDP-Landesvorsitzender Jörg-Uwe Hahn (FDP) hat die Akzeptanz von FDP-Chef Philipp Rösler als Vizekanzler wegen dessen vietnamesischer Herkunft infrage gestellt. "Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren", sagte Hahn, der auch Integrationsminister in Hessen ist, der "Frankfurter Neuen Presse" . Die SPD im hessischen Landtag sprach von einer "stillosen Entgleisung".

Die Linkspartei hat dem hessischen FDP-Landeschef und Integrationsminister daraufhin einen rassistisch motivierten Ausfall vorgeworfen. Hahn erweise sich mit seinen Äußerungen zu Röslers Aussehen als "unerträgliche Fehlbesetzung" im Amt des Ministers für Integration, kritisierte die Linken-Fraktionschefin im hessischen Landtag, Janine Wissler, am Donnerstag in Wiesbaden.

steh/AFP
 
 
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