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Sigmar Gabriel schlägt Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat vor

Seit Wochen wird mit Spannung auf Sigmar Gabriels Entscheidung gewartet: Ist er bereit für seine Partei als Kanzlerkandidat anzutreten? Nein, ist er nicht. Martin Schulz soll die SPD stattdessen in den Wahlkampf führen.

Von Christian Krug

Sigmar Gabriel steht vor einer SPD-Logo-Wand und schaut stirnrunzelnd aus dem Bild

Sigmar Gabriel zu seiner Entscheidung: „Wenn ich jetzt anträte, würde ich scheitern und mit mir die SPD.“

SPD-Vorsitzender und Vizekanzler Sigmar Gabriel steht für eine Kanzlerkandidatur zur Bundestagswahl 2017 nicht zur Verfügung. Dies berichtet der stern in seiner nächsten Ausgabe, die bereits am kommenden Mittwoch, 25. Januar, im Handel erhältlich ist. 

Auf die Frage, warum er nicht gegen Kanzlerin Angela Merkel antreten werde, antwortet Gabriel in einem Exklusiv-Gespräch mit dem stern: "Wenn ich jetzt anträte, würde ich scheitern und mit mir die SPD." 

Nach seinem Verzicht schlägt Gabriel im stern den früheren Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, als SPD-Kanzlerkandidaten vor. Schulz, so Gabriel gegenüber dem stern, habe "die eindeutig besseren Wahlchancen".

Nicht nur Verzicht auf Kanzlerkanditatur

Mit dem Verzicht auf die Kanzlerkandidatur kündigt Gabriel zugleich im stern an, er stelle auch sein Amt als Parteivorsitzender zur Verfügung und schlage auch dafür Martin Schulz vor. Stattdessen wird Gabriel das Amt des Außenministers von Frank-Walter Steinmeier übernehmen, dem designierten Bundespräsidenten.

Gabriels Entscheidung über die Kanzlerkandidatur war seit Wochen mit Spannung erwartet worden. Allgemein gingen politische Beobachter davon aus, dass der SPD-Vorsitzende seine Partei als Bewerber um die Kanzlerschaft in den Bundestagswahlkampf 2017 führen werde.

Das vollständige Gespräch mit SPD-Chef Sigmar Gabriel erscheint am Mittwoch, 25. Januar im neuen stern.

 

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