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9. November 2009, 14:16 Uhr

Gabriel kritisiert fehlendes sozialdemokratisches Profil

Wenige Tage vor dem Bundesparteitag hat der designierte SPD-Chef Sigmar Gabriel seine Partei in München aufgerufen, ihr sozialdemokratisches Profil wieder deutlich stärker herauszustellen als bisher.

Wenige Tage vor dem Bundesparteitag hat der designierte SPD-Chef Sigmar Gabriel seine Partei aufgerufen, ihr sozialdemokratisches Profil wieder deutlich stärker herauszustellen als bisher. "Wenn eine Partei in alle Richtungen verliert, dann hat sie eines nicht: ein klares Profil", sagte Gabriel am Sonntagabend vor mehreren hundert SPD-Mitgliedern im Münchner Hofbräukeller. Und dabei schreie "die Zeit geradezu nach sozialdemokratischen Antworten", betonte er mit Blick auf die aktuelle Wirtschaftskrise.

Gabriel forderte eine breite und intensive Debatte über das desaströse SPD-Bundestagswahlergebnis. Dabei wolle er aber "mit dem Finger nicht auf andere zeigen". Denn auch er selbst sei mitverantwortlich "für alles, was wir getan haben". Wenn man Wahlen verliere, dann sei man gut beraten, "nicht so zu tun, als gibt es Schuldige und Unschuldige", betonte er.

Scharfe Kritik übte der designierte SPD-Vorsitzende an der Politik der neuen schwarz-gelben Bundesregierung. "Das ist eine Klientelkoalition gegen das Gemeinwohl", sagte Gabriel.

DPA
 
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