28. März 2012, 11:30 Uhr

"Soli" auch für arme West-Regionen

Klares Ergebnis einer stern-Umfrage: Die Mehrheit der Deutschen spricht sich dafür aus, den Solidaritätszuschlag in Zukunft auch klammen Gemeinden und Städten im Westen zukommen zu lassen.

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Die Mehrheit der Bürger in Deutschland möchte, dass vom "Soli" auch ärmere Städte im Westen profitieren sollen©

Ein Großteil der Deutschen unterstützt die Forderung von verschiedenen Oberbürgermeistern aus dem Ruhrgebiet nach einer Neuordnung des Solidarzuschlags . In einer Umfrage des stern plädierten 57 Prozent der befragten Bürger dafür, den Solidaritätszuschlag künftig auch ärmeren Städten und Gemeinden im Westen zukommen zu lassen. Nur sechs Prozent fänden gut, wenn der "Soli" wie bislang ausschließlich in den Aufbau Ost gesteckt würde. 35 Prozent waren dafür, den Solidaritätszuschlag ganz abzuschaffen. Zwei Prozent äußerten keine Meinung.

Mehrere SPD-Oberbürgermeister des Ruhrgebiets hatten vergangene Woche mit Blick auf die Finanznot ihrer Städte ein Ende des Solidarpakts gefordert und damit eine Debatte über die Zukunft der Ost-Förderung ausgelöst. Nach dem Solidarpakt II gehen von 2005 bis 2019 insgesamt 156,6 Milliarden Euro an die neuen Bundesländer.

Für diese stern-Umfrage wurden 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 22. und 23. März 2012 befragt.

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