Ratgeber Südafrika entdecken

Von A wie Apartheid bis Z wie Zuma

Was ist eigentlich ein Braai und wie antwortet man auf Howzit? Kennen Sie das Land am Kap? Unser Reise-Lexikon vermittelt unverzichtbares Wissen über Land und Leute in Südafrika. Von Peter Neitzsch

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Dickhäuter als Markenzeichen für ein Land: der Elefant ist eines der Tiere der Big Five©

Apartheid - Während der Apartheid, was wörtlich "Getrennt-sein" bedeutet, wurde von 1948 bis 1994 die nicht-weiße Bevölkerung Südafrikas in einem rassistischen System unterdrückt, in Townships und so genannte Homelands gesperrt. Der Widerstand gegen die Apartheid wurde von Nelson Mandelas ANC angeführt, der größten Partei Südafrikas.

Airtime - "Airtime" wird immer gebraucht und deshalb wird überall in Südafrika "Airtime" verkauft: An Tankstellen, in Kinos, am Straßenrand und in den Wellblechhütten der Armensiedlungen. Gemeint ist Handyguthaben, das meist in kleinen Einheiten an den Mann gebracht wird: zwischen 15 und 60 Rand, also in etwa ein bis fünf Euro.

Bafana Bafana - Spitzname der südafrikanischen Nationalelf, bedeutet in etwa: "die Jungs". Nachdem Bafana Bafana beim Confederations Cup mit einem vierten Platz reüssierten, waren die Hoffnungen zur WM 2010 hoch gesteckt. Doch ein 2:1-Sieg gegen Frankreich reichte nicht, die Jungs in Gelb und Grün schieden in der Vorrunde aus.

Big Five - Ob im Kruger National Park oder in einem anderen der zahllosen Nationalparks und Game Reserves: Die Südafrikaner haben ihre "Big Five" zu Geld gemacht. Die Attraktionen jeder Safari - Nashorn, Elefant, Löwe, Wasserbüffel und Leopard - prangen konsequenterweise auch auf den Banknoten des Landes.

Biltong - Früher aßen die Vortrekker der Buren den beliebten Trockenfleisch-Snack aus Rinder-, Kudu- oder Straußenfleisch im Planwagen. Heute gibt es Biltong an jeder Tankstelle: in handliche Scheibchen geschnitten oder als großer Schwarten. Letzteres sei nur Menschen mit guten Zähnen und viel Geduld empfohlen.

Buren - Die Afrikaans sprechenden Buren sind die Nachfahren der ersten europäischen Siedler am Kap - hauptsächlich Niederländer, Deutsche und Franzosen. Der Begriff Bure leitet sich vom niederländischen Wort "boer", Bauer ab. Die "Afrikaner", wie sie sich selbst nennen, stellen neben den Briten den größten Teil der weißen Bevölkerung.

Braai - Südafrikanische Variante des BBQ, bei Südafrikanern egal welcher Hautfarbe gleichermaßen beliebtes Freizeitspektakel. Gegrillt wird eigentlich immer, meist Steaks, Hähnchenschlegel und Boerewors - eine lecker gewürzte Bratwurstrolle. Dazu gibt's die Chilli-Soße Chakalaka. Eine Einladung zum Braai sollte man auf keinen Fall ausschlagen!

Coloureds - Keineswegs abwertend gemeint ist der Ausdruck "Farbige" in Südafrika. Die Coloureds bilden neben Weißen, Schwarzen und Indern beziehungsweise Asiaten eine vierte Volksgruppe in Südafrika. Wie die Buren sprechen die meisten Coloureds Afrikaans, eine dem Niederländischen verwandte Sprache.

Highjacking - das bewaffnete Entwenden von Fahrzeugen. Jeder Südafrikaner, der ein Auto besitzt, wird Touristen vor dieser Art des Raubüberfalls warnen. Passiert in Wirklichkeit jedoch viel seltener als es aufgeregte Zeitungsschlagzeilen vermuten lassen.

Howzit - Standardgruß in Südafrika und Kurzform des längeren "how is it?" Auch wenn das "Wie geht's?" bedeutet, erwartet man keine lange Erläuterung der eigenen Befindlichkeit, es reicht als Antwort "fine" zu sagen oder einfach ein gut gelauntes "howzit" zurück zu schmettern.

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