Fürth bremst schwache Frankfurter aus

2. November 2012, 21:46 Uhr

Eintracht Frankfurt legte einen Turbostart hin: 24 Sekunden bis zum ersten Tor. Doch ein Fürther Lupfer verhinderte den Frankfurter Sieg und setzte für die der Spielvereinigung eine Serie fort.

Fußball, 1., erste, Bundesliga, Eintracht Frankfurt, SpVgg Greuther Fürth

Mit sehr viel Beineinsatz versucht Frankfurts Vadim Demidov noch an den Ball zu kommen. Was Gerald Asamoah mit breiter Brust zu verhindern versucht.©

Auch ein Turbostart nach 24 Sekunden hat Eintracht Frankfurt nichts genutzt: Der Tabellendritte kam am Freitagabend im Aufsteigerduell mit der SpVgg Greuther Fürth nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und ist damit zum ersten Mal in dieser bislang so erfolgreichen Saison ein wenig ins Straucheln geraten. Alexander Meier erzielte vor 47.400 Zuschauern mit dem schnellsten Tor dieser Bundesliga-Saison die frühe Eintracht-Führung. Zoltan Stieber (53. Minute) besorgte mit einem schönen Lupfer das dritte Unentschieden nacheinander für die Fürther, die zumindest für eine Nacht am FC Augsburg vorbei auf den 17. Platz kletterten.

Fürths kurzzeitige Defensive

Aus einer kompakten Defensive wollte Fürths Trainer Mike Büskens das Spiel beginnen - der Plan scheiterte schon nach wenigen Augenblicken. Einen Schuss des rechtzeitig fit gewordenen Sebastian Rode klatschte Gäste-Torwart Max Grün nach vorne ab, per Drehschuss erzielte Meier aus 13 Metern sein siebtes Saisontor. Die Bestmarke für den schnellsten Treffer hielt in dieser Spielzeit bislang der Stuttgarter Vedad Ibisevic mit ebenfalls 24 Sekunden.

Trotz des jähen Rückschlags zeigte sich Fürth keinesfalls geschockt. Mit dem Selbstvertrauen aus dem ersten Heimzähler beim 1:1 gegen Werder Bremen störten die Franken früh, setzten das Heimteam aggressiv unter Druck und hätten beinahe von eklatanten Aussetzern der Eintracht profitiert. Nach einem Fehlpass von Sebastian Jung war Gerald Asamoah allerdings im Laufduell mit Frankfurts Keeper Kevin Trapp zunächst einen Schritt zu langsam (23.). Vier Minuten später legte Takashi Inui den Ball in den Lauf von Asamoah, doch erneut blieb Trapp nervenstark und parierte den Versuch des früheren Nationalstürmers.

Frankfurts schwächstes Spiel

Im spielerisch schwächsten Auftritt dieser Saison unterliefen den Frankfurter zahlreiche Fehlpässe, zunächst spielten sie aber zumindest noch die besseren Chancen heraus. Erst warf sich Fürths Verteidiger Thomas Kleine in höchster Not in einen Schuss von Meier (35.), anschließend zielte Olivier Occean ein wenig zu hoch. Der Stürmer zeigte gegen seine früheren Kollegen eine ganz schwache Leistung und wurde sogar von den eigenen Fans ausgepfiffen. "Wir sind sehr, sehr gut ins Spiel gekommen. Aber wir kriegen keinen Zugriff", analysierte Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner in der Halbzeit. "Fürth macht das sehr gut, sie sind sehr aggressiv, lassen uns wenig Raum."

Auch nach der Pause blieben die Franken das gefährlichere Team - und nutzten die erste Konterchance eiskalt. Edgar Prib schickte Stieber mit einem Steilpass, der völlig alleingelassene Ungar überwand Trapp mit einem tollen Lupfer von der Strafraumgrenze.

Nach dem verdienten Ausgleich drängte Fürth sogar auf den zweiten Auswärtssieg. Zunächst scheiterte Asamoah wieder an Trapp (58.). In der 75. Minute rettete der beste Frankfurter zumindest einen Punkt mit einer Glanzparade gegen den Flachschuss von Stephan Fürstner. Bei nur einem Sieg aus den vergangenen vier Spielen muss das Team von Trainer Armin Veh nun die erste schwierige Phase dieser Saison überstehen.

Lesen Sie auch
Sport
Sport-Liveticker
Fußball-Bundesliga - live Fußball-Bundesliga - <i>live</i> Die Jagd nach der Schale Zum Liveticker