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8. September 2010, 12:16 Uhr

Argentinien entzaubert den Weltmeister

Zwei Monate nach dem Triumph in Südafrika muss Spaniens Nationalelf die höchste Niederlage seit zehn Jahren hinnehmen. Lionel Messi führt Argentiniens WM-Verlierer zu einem 4:1-Sieg - und macht Maradonas Rückkehr auf den Trainerstuhl noch unwahrscheinlicher.

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Tévez, Messi und Higuaín (v.l.) führten nach 35 Minuten bereits mit 3:0© Cezaro De Luca/DPA

Fußball-Weltmeister Spanien hat in Buenos Aires die höchste Niederlage seit dem 1:4 gegen Deutschland vor zehn Jahren hinnehmen müssen: Die "rote Bestie" wurde am Dienstag im Prestige-Duell gegen Argentinien mit 4:1 besiegt.

Mit dem Erfolg leisteten Messi & Co. Wiedergutmachung für das enttäuschende Abschneiden bei der WM in Südafrika - und minimierten gleichzeitig die Chancen von Argentiniens Ex-Trainer Diego Maradona auf ein Comeback als Nationalcoach. Nachdem sein Vertrag nach dem 0:4-Debakel der Argentinier gegen Deutschland bei der WM in Südafrika nicht verlängert worden war, sprang Sergio Batista zunächst als Interimstrainer ein. Mit dem glänzenden Sieg über den amtierenden Weltmeister konnte Batista seine Position nun weiter stärken.

"Beispiellose Lektion"

"Argentinien erteilte Spanien eine beispiellose Lektion", schrieb die Zeitung "El País" am Mittwoch. "El Periódico" ergänzte: "Die Spanier machten ihrem WM-Titel keine Ehre." Weltmeister-Trainer Vicente Del Bosque räumte ein: "Argentinien war einfach besser." Er betonte aber zugleich: "Wir haben uns nicht blamiert, sondern mit Anstand verloren." Die Spanier hatten bei drei Lattentreffern Pech. "Das 1:4 war eine zu strenge Strafe", befand das Sportblatt "Marca".

Die Partie war nach einer Viertelstunde fast schon entschieden. Messi (10. Minute) und Gonzalo Higuaín (13.) nutzten Schwächen der spanischen Abwehr zu einem frühen 2:0. Carlos Tévez (35.) staubte nach einem Patzer des spanischen Torwarts Pepe Reina zum 3:0 ab. Der Keeper des FC Liverpool war ausgerutscht, als er den Ball unbedrängt aus dem Strafraum wegschlagen wollte.

Mit der Einwechselung von Spielmacher Xavi kam der Weltmeister nach der Pause besser ins Spiel. Fernando Llorente (84.) verkürzte auf 1:3, ehe Sergio Agüero (90.) per Kopfball den 4:1-Endstand herstellte. Für den spanischen Abwehrspieler Carlos Marchena ging eine Serie von 57 Länderspielen ohne Niederlage zu Ende.

DPA/fw
 
 
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