Leverkusen unterliegt den Dusel-Bayern

16. März 2013, 20:35 Uhr

Erst stark, dann nachlässig und am Ende mit viel Glück: Bayern München hat mit einer B-Elf auch in Leverkusen gewonnen. Ein Tor von Mario Gomez und ein Eigentor brachten den Sieg.

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Mario Gomez (m.) belohnt sich selbst mit einem Tor nach einem beeindruckenden Sololauf.©

Der FC Bayern hat seine makellose Liga-Serie im neuen Jahr mit viel Glück fortgesetzt. Dank eines Eigentors von Philipp Wollscheid in der 87. Minute feierte der Rekordmeister am Samstagabend ein 2:1 (1:0) bei Bayer Leverkusen und nahm damit auch erfolgreich Revanche für die Hinspielniederlage in München. Mit dem zwölften Auswärtssieg gelang den Bayern zudem ein Rekord - in der Fußball-Bundesliga verteidigte das Team von Trainer Jupp Heynckes seinen komfortablen 20-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund.

Vor 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena hatte Mario Gomez (37. Minute) die Führung für die Gäste erzielt, Bayer-Kapitän Simon Rolfes (75.) schaffte den Ausgleich. Durch den späten Rückschlag verpasste es Bayer 04, im Kampf um den dritten Champions-League-Rang zumindest noch zu punkten.

Zunächst machen es die Bayern besser

Nachdem Bayern-Präsident Uli Hoeneß seinen Spielern nach dem 0:2 gegen den FC Arsenal zornig vorgeworfen hatte, "seit drei Wochen schönen Dreck" zusammenzuspielen, spürte man den Willen der Münchner, es besser zu machen. Richtig gut war es aber nicht, was das 1b-Team - Philipp Lahm, Thomas Müller, Mario Mandzukic, Toni Kroos und den angeschlagenen Franck Ribéry hatte Trainer Jupp Heynckes zu Hause gelassen - in der ersten halben Stunde zustande brachte.

Erst ein Schuss von Arjen Robben in der 25. Minute von halbrechts, den Bastian Schweinsteiger verpasste, sorgte erstmals für Gefahr. Vier Minuten später hatten die Gastgeber Glück, dass Gonzalo Castro einen Kopfball von Jérome Boateng noch auf der Linie abwehren konnte. Bei der einzigen Leverkusener Chance zeichnete sich Nationaltorwart Manuel Neuer aus: Ein 20-Meter-Flachschuss von Sebastian Boenisch (36.) lenkte er mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten. Im Gegenzug brillierte Gomez, der nach Zuspiel von Xherdan Shaquiri zwei Bayer-Spieler austrickste und zum 1:0 einschoss.

In Leverkusen hatte zuletzt die "Pärchen-Krise", die vermeintliche Disharmonie zwischen Teamchef Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski für Unruhe gesorgt. Ob dieses Störfeuer oder die mäßige Bilanz der letzten Wochen mit nur zwei Siegen aus sieben Spielen Ursache für den uninspirierten Auftritt in der ersten Hälfte war? Jedenfalls fehlte dem Bundesligadritten zunächst sichtbar das Selbstvertrauen, um mehr Gegendruck "gegen die momentan wohl beste Mannschaft Europas", wie Bayer-Sportchef Rudi Völler im Stadionmagazin schrieb, zu erzeugen.

Leverkusen kämpft sich zurück

Nach der Pause jedoch waren es die Platzherren, die plötzlich viel größere Kampfkraft zeigten und nun auf Augenhöhe mit dem Rekordmeister spielten. Für mehr Schwung in der Offensive sorgte vor allem Sidney Sam, der für den wirkungslosen André Schürrle eingewechselt und mit einem Volleyschuss (53.), für Gefahr. Eine Minute danach klärte Schweinsteiger vor Bayer-Spielmacher Castro. In der 75. Minute wurden dann die Leverkusener für ihr Engagement belohnt. Nach einer Ecke von Castro verlängerte Boenisch per Kopf auf den mutterseelenalleinstehenden Rolfes, der aus drei Metern den Ball mühelos zum 1:1 einschoss.

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