Youngster beschert Fürth historischen Triumph

31. August 2012, 22:37 Uhr

Es ist das erste gewonnene Spiel für Greuther Fürth in der 1. Fußball-Bundesliga: Die SpVgg hat den FSV Mainz 05 mit 1:0 geschlagen. Matchwinner war der erst 19 Jahre alte Felix Klaus.

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Felix Klaus beim Kopfball-Duell: Wenig später erzielte der 19-Jährige wie aus dem Nichts das Siegtor für die SpVgg.©

Felix Klaus hat Bundesliganeuling Greuther Fürth den historischen ersten Sieg im Fußball-Oberhaus beschert. Der 19-Jährige traf am Freitagabend zum 1:0 (0:0) beim FSV Mainz 05 und erzielte damit das Premierentor für den 52. Neuling in der Eliteklasse. Vor 28.237 Zuschauern in der Coface Arena war Klaus mit einer Bogenlampe für die mutigen Gäste in der 67. Minute erfolgreich.

Mainz bleibt damit der Lieblingsgegner der SpVgg: 23 Mal hatten sich die beiden Clubs zuvor in Pflichtspielen gegenübergestanden, 15 Mal hatten die Franken als Sieger den Platz verlassen.

FSV-Trainer Thomas Tuchel setzte auf die Startelf vom Auftakt gegen den SC Freiburg (1:1). Fürths Coach Mike Büskens änderte seine Anfangsformation nach dem 0:3 gegen den FC Bayern auf einer Position: der defensiv orientierte frühere Mainzer Milorad Pekovic ersetzte Sebastian Tyrala im Mittelfeld.

Beide Teams schnell auf Betriebstemperatur

Im Gegensatz zur Lehrstunde gegen den deutschen Rekordmeister begann Fürth mutig, im 4-1-3-2-System unterstützte Sercan Sararer den Senegalesen Djiby Fall im Sturm. Der Neuzugang aus Lokeren hatte in der 12. Minute die erste Chance der Partie: Nach einem Dribbling seines Angriffspartners vergab Fall aber kläglich.

Beide Teams waren bereits nach wenigen Minuten auf Betriebstemperatur und boten anfangs eine schwungvolle Partie. Fast im direkten Gegenzug nach dem Faux-pas von Fall bewahrte Max Grün die mutigen Fürther vor dem Rückstand. Einen Schuss von Adam Szalai (14.) im Sechzehner parierte der Keeper mit einem starken Reflex.

Mainz präsentierte sich in der Offensive mit etwas mehr Struktur - die Fürther stellten eine solide Deckung dagegen. Anstatt nach einem schlauen Pass in die Tiefe von Andreas Ivanschitz aus sieben Metern auf Szalai querzulegen, schoss Eric Maxim Choupo-Moting (21.) unbedrängt nur ans Außennetz. Eine Ecke des österreichischen Spielmachers segelte später in den Fünfmeterraum - vom überraschten Niko Bungert (37.) prallte der Ball aus wenigen Metern am Tor vorbei.

Fürth bleibt vorne hartnäckig

"Wir haben drei fast hundertprozentige Chancen nicht genutzt, jetzt müssen wir es besser machen", forderte FSV-Sportdirektor Christian Heidel zur Halbzeit im TV-Sender Sky. Jemand wie der kurz vor Ende der Transferperiode geholte, aber noch nicht spielberechtigte, Nikita Rukavytsya (Hertha BSC) soll den Mainzern künftig in der Offensive weiterhelfen.

Fürth vernachlässigte auch nach der Pause nicht die Defensive - und blieb vorne hartnäckig. In der trägen Partie traf Klaus wie aus dem Nichts. Nikolce Noveski fälschte seinen Schuss ab, Schlussmann Christian Wetklo war bei der Bogenlampe chancenlos. Der erst kurz zuvor für den an der Schulter verletzten Fall eingewechselte Azemi hatte dem 19-jährigen Klaus aufgelegt.

Zehn Minuten nach dem Treffer wieder Choupo-Moting - doch aus wenigen Metern fehlte dem Stürmer erneut die Klasse im Abschluss. Mit einer starken Reaktion war später der sehr sichere Grün (82.) auch bei einem Kopfball von Noveski zur Stelle und hielt den historischen Sieg fest.

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