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Grundeinkommen: Diese Summe X halten die Deutschen für gerecht

Die große Mehrheit der Deutschen befürwortet die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, hat eine repräsentative Umfrage ergeben. Über die Höhe der Summe gibt es aber unterschiedliche Vorstellungen.

In Finnland wird das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) seit Jahresbeginn erprobt. In Kenia läuft gerade ein millionenschweres Projekt an. Und auch in Deutschland wird das Modell derzeit heiß diskutiert. Der prominente Hamburger Wirtschaftsprofessor Thomas Straubhaar hat sogar ein Buch ("Radikal gerecht") veröffentlicht, in dem er beschreibt, wie das Grundeinkommen in Deutschland sämtliche bestehenden Sozialleistungen wie Rente, Arbeitslosengeld und Hartz IV ersetzen könnte.

Aber wie stehen die Deutschen zu der Idee, jedem Bürger einen fixen Monatsbetrag zu geben, mit dem er tun kann, was er will - egal, ob er zusätzlich arbeitet oder nicht? Das Cashback-Portal Shoop hat in einer repräsentativen Online-Umfrage 1064 Menschen nach ihrer Meinung gefragt.

Das Thema ist in der Bevölkerung offenbar schon ziemlich präsent. Fast drei Viertel der Befragten gaben an, bereits von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen gehört zu haben und immerhin 43 Prozent haben sich bereits intensiv mit der Thematik beschäftigt.

Drei von vier Befragten sind dafür

Die grundsätzliche Zustimmung zum bedingungslosen Grundeinkommen fällt überraschend hoch aus: Drei von vier Befragten sind für eine Einführung in Deutschland, wobei die Zustimmung unter Frauen (78 Prozent) etwas höher ist als unter Männern (73 Prozent). In der Schweiz war die Einführung eines Grundeinkommens vergangenen Sommer bei einer Volksabstimmung deutlich gescheitert.

Ob die Mehrheit in Deutschland tatsächlich für ein Grundeinkommen stimmen würde, läge letztlich aber wohl vor allem an der konkreten Ausgestaltung der staatlichen Hilfe. Vor allem bei der Höhe einer angemessenen Summe gehen die Meinungen auseinander. Jeder Dritte der Befragten (34 Prozent) hält ein monatliches Grundeinkommen von 1000 Euro für angemessen. Diese Summe hat auch Ökonom Straubhaar vorgeschlagen. 27 Prozent würden die allgemeine Sozialleistung sogar auf 1500 Euro oder mehr setzen, 40 Prozent nennen dagegen Beträge unterhalb von 1000 Euro.

Die Argumente für ein Grundeinkommen

Die Anhänger eines bedingungslosen Grundeinkommens nennen als Gründe vor allem die zunehmende soziale Ungleichheit in Deutschland und den Anspruch eines jeden auf wirtschaftliche Absicherung. Jeweils 94 Prozent der Befürworter stimmen diesen beiden Aussagen zu. Neun von zehn finden, dass damit schlecht bezahlte Jobs aufgewertet werden. Nur acht Prozent sind für das Umsonst-Geld, weil sie "keine Lust haben zu arbeiten". 82 Prozent der Befürworter sind der Meinung, Deutschland sei ein reiches Land, das sich das BGE auch leisten könne.

Unter den Gegnern eines bedingungslosen Grundeinkommens halten dagegen 79 Prozent die staatlichen Ausgaben dafür für viel zu hoch. 92 Prozent der Gegner befürchten, dass mit dem System weniger Menschen arbeiten gehen würden. Und neun von zehn sagen, dass "nicht die Faulheit der Menschen bezahlt werden soll". 

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