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3. März 2005, 11:05 Uhr

Ratten lassen Pythonherzen höher schlagen

Schlagartig vergrößerte sich die Muskelmasse ihrer Herzen, nachdem Wissenschaftler Pythonschlangen mit Ratten fütterten. Fasten die Schlangen, schrumpft das Herz wieder.

Die Tigerpython Python molurus: erstaunlich schnelle Herzmuskelzunahme nach einer Mahlzeit© Picture-Alliance

Nach einer deftigen Mahlzeit vergrößert sich das Herz einer Pythonschlange deutlich. Schon zwei Tage nach dem Verspeisen einer Ratte steige die Muskelmasse der Herzkammern um 40 Prozent, berichteten US-Forscher in der britischen Zeitschrift "Nature" (Bd. 434, S. 37) vom Donnerstag. In der Zeit des Fastens bilde sich das Herz der Schlange wieder vollständig zurück.

Stark erhöhte Stoffwechselrate nach der Rattenmahlzeit

Johnny Anderson und James Hicks von der Universität in Irvine (Kalifornien) untersuchten dunkle Tigerpythons aus Burma (Python molurus), die 28 Tage gefastet hatten, und verglichen diese mit solchen, die zwei Tage zuvor Ratten verschlungen hatten. Die Ratten machten ein Viertel des Körpergewichts der Pythons aus. Eine dritte Gruppe von Schlangen wurde wiederum 28 Tage später untersucht.

In der Verdauungsphase sei der Sauerstoffverbrauch der Tiere auf das Siebenfache angestiegen, schreiben die Forscher. Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass die Stoffwechselrate der Tiere bei der Verdauung über zwei Wochen lang vierzig Mal höher sein kann als beim Fasten.

Die Wissenschaftler fanden während der Verdauungsphase eine stark erhöhte Aktivität von Genen, die für den Aufbau des Hauptproteins für die Herzmuskeln verantwortlich sind. In einer erneuten Fastenphase sank die Herzmasse wieder auf das normale Maß ab. Vergrößerte Herzvolumina kommen auch bei anderen Arten vor, so auch beim Menschen als Folge langen Trainings.

DPA

 
 
 
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