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ADAC-Brückentest: Marode Brücken in deutschen Städten

Instabil, verrostet und gefährlich: Ein Brückentest des ADAC zeigt, wie unsicher Brücken hierzulande sind. Chemnitz schnitt mit zwei mangelhaften Brücken am schlechtesten ab, eine weitere Brücke musste wegen Einsturzgefahr gesperrt werden.

Beim ersten ADAC-Brückentest in Deutschland sind sechs von 50 überprüften Bauwerken durchgefallen. Testverlierer war mit "sehr mangelhaft" eine Brücke nahe der Chemnitzer Innenstadt. Noch am Tag der Untersuchung musste sie im November 2006 wegen Einsturzgefahr für Kraftfahrzeuge gesperrt werden, berichtete der Autoclub bei der Vorstellung der Testergebnisse am Mittwoch in München. Radfahrer und Fußgänger durften sie noch benutzen. Zwei weitere Brücken in der sächsischen Stadt schnitten mit "mangelhaft" ab. Diese Bewertung erhielten auch die Heringsmühlen-Brücke in Saarbrücken, die Schleusenbrücke in Rostock und eine Brücke in Koblenz.

Testsieger wurden die 2002 erbaute Brücke Weiherfeld in Ingolstadt und die Brücke am Steenbeker in Kiel. Bei den beanstandeten Bauwerken rügte der ADAC Baumängel und Defizite bei der Verkehrssicherheit. Dazu gehörten zu schmale oder fehlende Notgehwege sowie unzureichende Geländer oder Leitplanken. Die Tester bemängelten auch unregelmäßige Prüfintervalle. Bei drei der fünf in Koblenz untersuchten Brücken sei in den vergangenen 20 Jahren die Hauptprüfung entfallen. Eigentlich solle sie regelmäßig erfolgen, hieß es. Der ADAC appellierte an die Kommunen, Brücken regelmäßig prüfen und reparieren zu lassen.

Der ADAC untersuchte für den Brückentest im Zeitraum von November 2006 bis Februar 2007 Bauwerke in 13 Städten.

DPA / DPA
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