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Audi R10: 650-PS-Monster mit Diesel im Tank

Spektakulärer hätte die Weltpremiere des neuen Audi R10 kaum ausfallen können. Die PR-Abteilung des Ingoldstädter Automobilkonzerns entschied sich für Paris als Ort der Präsentation. Eine kluge Wahl - schon der Kulisse wegen.

Passanten und Berufspendlern hielten für einen Moment den Atem an - und sich gleichzeitig die Ohren. Mit einem mordsmäßigen Sound, den ein 650 PS starker Bolide nun mal von sich gibt, bog der Audi R10 auf die von der Gendarmerie abgesperrte und kurzfristig zur Rennstrecke umfunktionierte Avenue zwischen Eiffelturm und dem Palais de Chaillot am legendären Trocadéro ein und zog so alle Blicke auf sich.

Und auch der versammelten Journaille, die sich am Fuße des Musée de L'Homme versammelt hatte, gingen die Augen über als Tom Kristensen, der erfolgreichste Le Mans-Pilot der Geschichte, das vierrädrige Monster zum Stoppen brachte. Nicht etwa wegen der formvollendeten Schönheit des Rennwagens (dem Audi R10 sieht man an, dass in ihm die Gene seines überaus erfolgreichen Vorgängers R8 stecken). Nein, es sind vielmehr die drei Buchstaben "TDI" an der Verkleidung, die für Gesprächsstoff und Aufruhr sorgten.

"R10-Projekt größte Herausforderung für Audi Sport"

Die Abkürzung "Turbo Diesel Injection" ist die eigentliche Sensation bei der Präsentation: Als weltweit erster Automobilhersteller wird Audi im nächsten Jahr mit einem Dieselmotor bei den berühmten 24 Stunden von Le Mans um den Sieg kämpfen. Der neue Audi R10 wird von einem völlig neu entwickelten, 5,5 Liter großen Zwölfzylinder-TDI-Motor mit Biturbo-Aufladung angetrieben, der besonders leise und sparsam sein soll. Mit dem komplett aus Aluminium gefertigten V12-Triebwerk stößt Audi in für Dieselmotoren neue Dimensionen vor. Das enorme Drehmoment von über 1.100 Newtonmetern stellt nicht nur extreme Anforderungen an die Kraftübertragung des R10 - selbst die hochmodernen Motorenprüfstände von Audi Sport mussten auf Getriebe umgerüstet werden, die diese außergewöhnlichen Kräfte vertragen.

"Das R10-Projekt ist die größte Herausforderung, die je an Audi Sport gestellt wurde", sagte Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich am Rande der Weltpremiere gegenüber stern.de. "Die TDI-Technologie wurde im Rennsport bisher noch nicht an ihre Grenzen getrieben. Wir sind die ersten, die sich damit beschäftigen, entsprechend hoch ist das Anforderungsprofil. Gemeinsam mit unseren Technologie-Partnern haben wir die Chance, uns in die Geschichtsbücher des Motorsports und der Diesel-Technologie einzutragen."

Erste Tests bereits gelaufen

Für Ullrich sind die 24 Stunden von Le Mans "das härteste Rennen der Welt und eines von weltweit nur drei Rennen, das auch Leuten bekannt ist, die sich nicht mit dem Motorsport beschäftigen." Die anderen beiden sind die 500 Meilen von Indianapolis und der Formel-1-Grand Prix in Monaco. Umso wichtiger ist es für den Motorsportchef, bei der prestigeträchtigen Veranstaltung am 16./17. Juni nächsten Jahres mit dem neuen Audi R10 auch zu triumphieren. Als einer von drei Fahrern wird in Le Mans dann auch wieder Tom Kristensen im Cockpit sitzen. Der Däne, den Audi für die Weltpremiere des R10 in Paris als Fahrer ausgewählt hat, ist seit dem 18. Juni 2005 der erfolgreichste Pilot der Le Mans-Geschichte. Mit seinem siebten Sieg beim französischen Langstrecken-Klassiker entthronte er den bisherigen "König von Le Mans", den Belgier Jacky Ickx, der sechsmal gewann.

Aber auch Tom Kristensen muss sich an seinen 650-PS-Boliden erst noch gewöhnen: "Alles ist neu am R10, deshalb muss ich meinen Fahrstil auch ändern", so der Däne, der sich im Hinblick auf Le Mans 2006 aber zuversichtlich zeigte. "Mit der neuen TDI-Technologie, Teamwork und guter Laune schaffen wir den Sieg." Erste Testfahrten hat der der neue Audi R10 Ende November übrigens schon erfolgreich absolviert. Die 500 Meter zwischen Eiffelturm und Trocadéro vor der Weltpremiere gehörten sicher nicht dazu, die Konkurrenz dürfte aber dennoch einigermaßen beeindruckt sein - schon allein wegen des unnachahmlichen Sounds.

Von Klaus Bellstedt

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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