HOME

BENTLEY CONTINENTAL: Bentley: Dampfhammer für Individualisten

Wow, welche Power. Acht Zylinder und ein Turbolader machen den Bentley Continental »Le Mans Series« zum exklusiven Lustmobil.

Beeindruckende MaßeMaschinenfabrikZweieinhalb Tonnen LuxusInnere Werte

Zügiges Gleiten und entspanntes Reisen, das ist die Welt des Bentley-Fahrers. Dann ist auch Zeit, den Luxus des knapp geschnittenen Innenraums zu genießen. Am besten geht dies vom Fahrersitz aus - hinten ist höchstens Platz für kleine Begleiter. Und auch das Gepäck darf bei 347 Liter Kofferraum nicht allzu üppig ausfallen. Aber wen stört das schon, wenn der Continental zum Schaulaufen im Country-Club dient. Dort zählen andere Werte: Wurzelholzverkleidungen etwa, so glänzend, dass man sie als Spiegel benutzen kann. Allein die Herstellung des massiven Holzfurniere dauert 13 Tage. Für jeden gefällten Baum pflanzen die traditionsbewussten Briten angeblich einen Neuen. Feinstes Leder duftet an Stellen, wo bei Massenprodukten schnöder Kunststoff zum Einsatz kommt - selbst die Dichtungsleisten der Fensterrahmen gehören dazu.

Die gesamte Innenausstattung entsteht in Handarbeit und kann bis zu sechs Tage in Anspruch nehmen. Über zwölf Stunden davon stecken allein im Lederlenkrad. Dieser enorme Aufwand in allen Phasen der Produktion erklärt letztendlich auch den wahrhaft exklusiven Preis von 658.000 Mark.

Fazit:

Nüchtern betrachtet ist der Bentley Continental R kein perfektes Auto. Aber er ist ein Stück Automobilgeschichte, dessen Faszination man sich nur schwer entziehen kann. Am besten geht

das, wenn Geld keine Rolle spielt.

(hs)

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.