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Sicherheits-Maßnahmen E-Bike-Zubehör: So schützen Sie Ihr Fahrrad vor Diebstahl – und sichern es ab

E-Bike Zubehör schützt vor Diebstahl
Mit dem passenden E-Bike-Zubehör soll Diebstahl möglichst verhindert werden
© aerogondo / Getty Images
Als die ersten E-Bikes auf den Markt kamen, wurden diese vorrangig als mobile Unterstützung für Rentner angepriesen. Inzwischen sind es jedoch immer mehr junge Familien oder Pendler, die sich für Pedelecs interessieren – und leider auch Diebe.

Inhaltsverzeichnis

Laut einer aktuellen Statistik wurden 2020 in der sächsischen Metropole Leipzig die meisten Fahrräder gestohlen – dicht gefolgt von Münster, Halle (Saale) und Osnabrück. Unter dem Diebesgut waren nicht nur gewöhnliche Drahtesel wie Rennräder oder Mountainbikes, sondern auch teure E-Bikes, auf die es immer mehr Langfinger abgesehen haben. Die wenigsten davon fanden den Weg zurück zu ihren Besitzern. Das ist besonders ärgerlich, wenn Sie mehrere tausend Euro für ein neues Pedelec ausgeben haben. Umso wichtiger ist es, entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen, die einen Diebstahl erschweren. Dazu zählt das richtige E-Bike-Zubehör als auch der Abschluss einer entsprechenden Fahrradversicherung.

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So schützen Sie Ihr E-Bike gegen Diebstahl

Abschließen nicht vergessen!
Ein Fahrradschloss ist das mit Abstand wichtigste E-Bike-Zubehör, allerdings sollten Sie hier auf ein robustes Modell setzen. Denn je schwieriger das Schloss zu knacken ist, desto schneller lässt ein Dieb wieder davon ab. Und entgegen vieler Meinungen, man müsse für Qualität auch viel Geld bezahlen, gibt es – laut Stiftung Warentest – den Preis-Leistungs-Sieger von Decathlon schon für knapp 30 Euro. Wollen Sie auf Nummer sichergehen und den Diebstahl zusätzlich erschweren, können Sie je ein Schloss am Vorder- und Hinterrad anbringen.  

Der Abstellort ist entscheidend
Unabhängig davon, dass Sie Ihr E-Bike immer und überall abschließen sollten, spielt auch der Abstellort eine entscheidende Rolle: Tagsüber sind belebte Plätze, die von allen Seiten gut einsehbar sind, die beste Wahl. Abends sollten Sie das Fahrrad nach Möglichkeit in der Garage oder im Keller parken. Ist das nicht möglich, sollten Sie sich für einen (auch gern belebten) Abstellort entscheiden, der nachts beleuchtet ist. Meiden sollten Sie hingegen ruhige Ecken, kleine Nebenstraßen oder auch dunkle Hauseingänge.

Tarnen Sie das E-Bike
Leider sind die meisten E-Bikes auf den ersten Blick erkennbar, daher kann es durchaus hilfreich sein, das Fahrrad (vor allem nachts) zu tarnen. Dafür brauchen Sie nur eine entsprechend große Abdeckung oder einen blickdichten Regenschutz für Ihr Pedelec, unter der Sie das Bike verstecken. Natürlich hält es einen Dieb nicht davon ab, darunter zu schauen. Allerdings weckt es nicht so schnell die Neugierde, da man sich erst die Mühe machen müsste, unter die Hülle zu gucken. Einen Versuch ist es jedenfalls allemal wert.

Nehmen Sie den Akku mit
Damit Sie den Akku eines E-Bikes aufladen können, ist dieser für gewöhnlich abnehmbar. Ohne den Energiespeicher fährt das Fahrrad ganz gewöhnlich – und ist somit deutlich unattraktiver für Diebe, die ihn erst einmal für viel Geld nachkaufen müssten. Aus diesem Grund sollten Sie den Akku immer abnehmen, wenn Sie das Bike im Freien abstellen. Hinzukommt, dass Ihr Fahrrad ohne Akku auf den ersten Blick auch nicht mehr wie ein E-Bike aussieht, was möglicherweise einige Diebe v.on ihrem Plan abbringt.

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E-Bike-Zubehör: Praktische Anschaffungen

GPS-Tracker für E-Bikes

Trotz aller genannten Schutzmaßnahmen kann es vorkommen, dass Ihr E-Bike geklaut wird. Für den Fall ist die Anschaffung eines GPS-Trackers sinnvoll, über den Sie Ihr Fahrrad orten (und den Standort der Polizei melden) können. Er wird direkt am Fahrrad angebracht – und zwar so, dass man ihn nicht sehen kann, versteht sich. Dieses Modell der Marke Powunity zum Beispiel wird direkt in den Motor eingebaut, damit er von außen nicht sichtbar ist. Für die Installation sollte man geschickte Finger haben, alternativ bietet der Hersteller sonst eine Videoanleitung.

Ist Ihnen die Anbringung zu kompliziert, können Sie auch diesen GPS-Tracker für E-Bikes verwenden, der in einem Rücklicht versteckt ist. Dieses muss nur noch am Fahrrad montiert werden – allerdings gibt es auch hier einen Wermutstropfen: Um den Tracker zu benutzen, müssen Sie im Vorfeld eine SIM-Karte dazu kaufen, die ins Gehäuse gesteckt wird. Allerdings bekommen Sie günstige Prepaid-Modelle schon für fünf Euro. Wird das E-Bike gestohlen, können Sie die GPS-Daten ganz einfach via Anruf oder SMS an die SIM-Nummer abrufen.

Handyhalterung

E-Bikes eignen sich besonders gut für lange Fahrten, da sie die Tretfunktion unterstützen. Möchten Sie einen Ausflug unternehmen, lohnt sich die zusätzliche Investition in eine Handyhalterung: Sie wird am Lenker fest installiert und ermöglicht Ihnen somit während der Fahrt auf das Display zu gucken – statt das Smartphone erst aus der Hosentasche zu fummeln. Planen Sie beispielsweise Ihre Route via Google Maps, kann das Smartphone als Navigationsgerät herhalten und Ihnen den Weg weisen.

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Luftpumpe

Wenn Sie kilometerweit von zu Hause entfernt sind, der Reifen plötzlich Luft verliert und kein Fahrradladen in Sicht ist, brauchen Sie eine Luftpumpe. Sie gehört zum Standard E-Bike-Zubehör und sollte bei jeder Tour dabei sein. Damit sie möglichst wenig Platz wegnimmt und der Schlauch möglichst schnell wieder mit Luft gefüllt wird, ist eine Mini-Pumpe mit CO2-Kartusche empfehlenswert. Über den Druck soll der Reifen (laut Hersteller) in Sekundenschnelle aufgepumpt werden. Dieses Modell von Decathlon passt zum Beispiel auf jedes Ventil.

Klingel

Nicht jedes E-Bike wird automatisch mit einer Klingel ausgeliefert – viele halten sie zudem für unnötig. Tatsächlich ist das kleine Gadget im Straßenverkehr jedoch mehr als nützlich. Vor allem dann, wenn Sie recht schnell unterwegs sind und jemand den Fahrradweg (versehentlich) blockiert. In dem Fall ist es sehr hilfreich, wenn Sie die Menschen schon von Weitem mit einem kurzen Klingeln vorwarnen können. Nehmen Sie am besten ein Modell, das besonders laut ist – 90 Dezibel sind hier ein guter Richtwert.

Helm

Zu guter Letzt darf auch der Fahrradhelm im E-Bike-Zubehör nicht fehlen. Denn auch wenn es in Deutschland nach wie vor keine Helmpflicht für Radfahrer gibt, ist das Tragen während der Fahrt – insbesondere mit einem schnellen E-Bike – mehr als ratsam. Er schützt Ihren Kopf im Falle eines Sturzes vor schweren Verletzungen. Es gibt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedliche Modelle, sodass für jeden Kopf (und jeden Geschmack) etwas Passendes dabei ist. Die Sicherheit sollte hier immer vorgehen.

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Darum ist eine Versicherung für E-Bikes sinnvoll

Wurde das E-Bike erst einmal gestohlen, ist es leider sehr unwahrscheinlich, dass Sie Ihr Fahrrad jemals wiedersehen. Selbst die Polizei ist in den meisten Fällen machtlos. Haben Sie jedoch eine Versicherung für Ihr E-Bike abgeschlossen, bekommen Sie immerhin das Geld (gemessen am Kaufpreis und Alter des Rads) dafür erstattet – von dem Sie sich ein neues Modell leisten können. Allerdings greift die Versicherung nur dann, wenn Sie diese VOR dem Diebstahl abgeschlossen haben. Laut Stiftung Warentest können Sie Ihr Bike bereits ab 32 Euro im Jahr schützen lassen. Daher lohnt sich der Abschluss einer Fahrradversicherung in jedem Fall. Wurde das E-Bike aus dem eigenen Haus oder der eigenen Wohnung geklaut, ist es sogar gut möglich, dass Ihre Hausratsversicherung dafür aufkommt. Sofern Sie eine abgeschlossen haben. Jedoch ist es auch hier ratsam, das Fahrrad im Vorfeld (gegen einen Aufpreis) mitversichern zu lassen.

Wichtig für Sie zu wissen: Werfen Sie die Quittung oder Rechnung für Ihr E-Bike nicht in den Müll, da der Kaufpreis sonst von der Versicherung geschätzt werden muss. Hinzukommt, dass Sie einen Beweis erbringen müssen, dass Sie sich das geklaute Modell tatsächlich gekauft haben.

Quelle: Stiftung Warentest

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