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10 Jahre Brabus Smart: Kleine Liebe

Auch wenn Daimler es gerne anders verkaufen möchte. Die Submarke Smart ist seit ihrer Premiere in den 90ern ein mächtiger Flop, der für den Stuttgarter Konzern Milliarden verbrannte. Beim kleinen Luxusableger Smart Brabus sieht das ganz anders aus.

1999 zeigte Mercedes-Veredler Brabus seinen ersten Nobel-Smart. 2002 kreierten Daimler und Smart offiziell den Edelzweig Smart Brabus. In Bottrop, nur ein paar hundert Meter von der Brabus-Zentrale entfernt, wo Luxuskarossen wie S- und CL-Klasse oder das urwüchsige G-Modell elitär ausstaffiert werden, entstand eine eigene Produktionsstätte. Hier im Nordwesten des Ruhrgebiets werden die im elsässischen Hambach produzierten Karossen des Smart Fortwo zu Luxus-Zweisitzern umgebaut, die gerne einmal die 50.000-Euro-Marke knacken.

"Wenn ich hier durch die Produktion gehe, bin ich immer wieder fasziniert, was da für ungewöhnliche Modelle entstehen", schwärmt Brabus-Chef Bodo Buschmann. Der Autofan, der sich in den 70er Jahren entschied, seinen geliebten Mercedes-Modellen einen sportlichen Odem einzuhauchen, ist zumindest betrieblich zum heißen Smart-Fan geworden. Smart Brabus hat alle Hände voll zu tun; erst recht seitdem die kleinen Luxusflitzer auch in die USA und China gehen. In den letzten zehn Jahren wurden bei Brabus 50.000 Smarts veredelt, getunt und exklusiv ausstaffiert. Einen grell-grünen Exklusiv-Fortwo fährt auch Smart-Chefin Dr. Annette Winkler. "Der Wagen sorgt überall für Aufsehen. In der Stadt jubeln mir immer wieder Kinder zu." Winkler freut sich auch, wenn der grüne Spaßmacher an der Ampel unterschätzt wird. Doch 102 Turbo-PS lassen den Brabus Smart in unter fünf Sekunden auf Tempo 60 und unter neun Sekunden auf Tempo 100 spurten.

"Hambach sorgt für das Smart-Grundsortiment, unsere Editionen sind die Boutique und dann gibt es noch die besonders exklusiven Tailor-Made-Modelle von Brabus", erklärt Dr. Annette Winkler die Strategie, "in der Maßschneiderei gibt es keine Grenzen. Wir planen zukünftig Tailor-Made-Boutiquen in großen Städten." Wer will, kann seinen Standard-Smart zu einem exklusiven Szene-Flitzer machen. Das schicke Leder-Interieur mit Ziernähten gibt es für 3.000 Euro; das Tailor-Made-Gesamtpaket kostet 9.500 Euro. "Pro Jahr werden bei uns hier in Bottrop 1.000 Tailor-Made-Smart produziert", so Bodo Buschmann, "ein großer Erfolg." Besonders in urbanen Regionen sollen die Editionsmodelle zukünftig neue Kunden locken. Die 400 limitierten Sondermodelle "Big in the City" von US-Basketballstar Kobe Briant waren vor Wochen innerhalb von wenigen Stunden vergriffen. "Besonders diese Editionen müssen wir zukünftig stärker spielen", unterstreicht Dr. Annette Winkler.

Schließlich gilt es die Kunden noch knapp zwei Jahre bei Laune zu halten, bis die nächste Smart-Generation, die aktuell zusammen mit Renault-Nissan entwickelt wird, auf die Straße kommt. Auch von den nächsten Smart-Modellen Fortwo und Forfour wird es leistungsstarke Brabus-Versionen geben. Die haben sicher noch ein paar Pferde mehr im Heck. Vielleicht kratzen die neuen Smarties sogar am legendären Smart Brabus Roadster V6 Biturbo mit 170 PS. Die zehn Einzelstücke waren 2003 in Bottrop bisher die Krone der erfolgreichen Kooperation.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.