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Armadillo Trailer: Von wegen spießig - der schicke Hipster-Wohnwagen

Neben dem Armadillo sieht auch ein flotter VW-Camper ganz schön alt aus. Der stylische Trailer verzaubert auf nur vier Meter Länge. Ideal für Surfer und Festivalbesucher.

Mit vier Personen wird es sicher etwas eng im Gürteltier.

Mit vier Personen wird es sicher etwas eng im Gürteltier.

Wohnwagen gelten als hässlich und spießig. Weiße, riesige Kisten, die von Dauercampern mit Hecken eingezäunt werden und in denen der Gelsenkirchner Barock quasi unsterblich geworden ist. Aber es geht auch anders: Das zeigt der Armadillo Trailer aus British Columbia. In den Formen eifert das Gürteltier – so die Bedeutung von Armadillo – den klassischen Vorbildern von Airstream, Boler und Trillium nach. Der Zeit, als Rundungen und Stromlinie die Formen bestimmten und noch nicht der Schuhkarton dominierte.

Armadillo Trailer: Der schicke Hipster-Wohnwagen
Der Stil macht den Unterschied.

Der Stil macht den Unterschied.

Der Armadillo wird auf ein Fahrgestell aus Stahlrahmen aufgesetzt, die äußere Hülle besteht aus zwei Fiberglas-Schalen. Diese Bauweise macht elegante Rundungen möglich, ist aber auch aufwändiger als ein Aufbau aus gerade Platten von der Stange. Die Firma Armadillo Trailer Manufacturing von Mike und Jason Jong gibt es seit 45 Jahren, mit dem Armadillo bringen sie ein kleines Leichtgewicht auf den Markt. Der Trailer wiegt nur 700 Kilogramm und misst etwa 4,2 Meter Länge. Er ist also alles andere als ein rollendes Haus. Viele US-Wohnwagen messen 10 Meter und eignen sich sogar als dauerhafte Wohnung. Der Armadillo zielt auf eine andere Käuferschicht: Paare ohne Kinder, die ein paar Tage campen oder ein Festival besuchen wollen. Auf Bad und Dusche muss man daher verzichten. Als Option gibt es lediglich ein WC – das im Stauraum unter dem Bett versteckt wird. Mehr eine Notlösung, wenn man partout die Dixie-Klos auf dem Festival vermeiden will. 

Der eigentliche Clou des Armadillo ist die Gestaltung des Innenraums. Hier zeigen die Kanadier den Stil und Geschmack, den deutsche Anbieter häufig vermissen lassen. Alles ist gerundet, ohne scharfe Ecke. Trotz der geringen Ausmaße wirkt der Trailer großzügig und luftig, weil die Designer die Decke freigehalten und nicht rundum mit Schränkchen zugebaut haben. Trotz des schicken Aussehens wurde das Innere komplett abwaschbar gestaltet. Die Isolation ermöglicht auch einen Aufenthalt in klirrender Kälte. Zur Auswahl stehen mehrere Grundrisse mit lustigen Namen wie "Couch Potatoe". Weniger lustig ist die Preisgestaltung, denn klein heißt hier nicht billig. Die vollausgestattete Komfort-Variante kostet umgerechnet etwa 20.000 Euro

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.