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Chevrolet Camaro ZL1 US-Coupé mit Monstermotor


Schon der optische Auftritt flößt Respekt ein. Aufgeblasene Kotflügelbacken, fette 20-Zöller und eine Motorhaube mit Karbon-Aufsatz zeigen: Dieser Chevrolet Camaro ist nicht zum Spaßen aufgelegt.

General Motors hat das Triebwerk der Corvette ZR1 in den Camaro verpflanzt. Der 6,2 Liter große Kompressor verleiht dem US-Sportcoupé nun Flügel. Der brüllende Achtzylinder leistet 590 PS und ein gewaltiges Drehmoment von 754 Nm. Ist der Kompressor erst einmal zum Leben erwacht, gibt es für den Piloten des ZL1 bei haftbarem Untergrund kein Halten mehr. 0 auf Tempo 100 schafft der US-Bulle in 3,9 Sekunden und lässt dabei einiges von seinem Reifen auf dem Asphalt liegen.

Geschaltet wird urwüchsig manuell. Das MG9-Getriebe ist knochig, kann jedoch mit den Leistungsausbrüchen des sportlichsten Camaro aller Zeiten gut umgehen. Wer unbedingt will und einen Teil der Dynamik einbüßen will, kann sich für die optionale Sechsgang-Automatik vom Typ HydraMatic 6L90 entscheiden. Mit seinem Fahrverhalten orientiert sich der Hochleistungs-Camaro an der fahrdynamisch exzellenten Corvette ZR1, kann jedoch trotz elektronischer Dämpferabstimmung Magnetic Ride und den drei Programmen Tour, Sport und Track nicht mit ihr mithalten.

Nordschleifen erprobt

"Das ganze Können des ZL1 sieht man auf der Nordschleife des Nürburgrings", so Aaron Link, verantwortlich für das Fahrwerk des Kraftprotzes, "hier sieht man einen extrem gut abgestimmten Sportwagen, der einen sicher durch jede Kurve bringt. Selbst bei 260 km/h kann man einfach auf dem Gas bleiben. Der ZL1 war bei den Testfahrten in der Eifel wirklich brillant." Die Zeit konnte sich sehen lassen, denn für die Hochgeschwindigkeitsfahrt durch die grüne Hölle brauchte der Amerikaner gerade einmal 7,41 Minuten. Die Höchstgeschwindigkeit des Chevrolet Camaro ZL1 liegt bei 290 km/h, währen die Automatikversion sogar 295 km/h schafft. Unter 16 Liter Verbrauch ist da kaum etwas zu machen.

Innen wirkt der Chevy billig

Im Gegensatz zum Außendesign und dem Antrieb kann der Innenraum des Camaro ZL1 jedoch nicht überzeugen. Die vollelektrischen Sitze bieten zwar genügend Seitenhalt, sind jedoch zu weich und lassen sich in der Weite nicht verstellen. Der serienmäßige Teillederbezug präsentiert sich nicht hochwertig,. Die Retro-Instrumente im Armaturenbrett und in der Mittelkonsole mögen nostalgisch sein - wertig ist anders. Assistenzsysteme außer ESP oder ein Navigationssystem gibt es selbst beim Topmodell des Chevrolet Camaro nicht einmal gegen Aufpreis.

In den USA wird der Chevrolet Camaro ZL1 für faire 54.000 US-Dollar angeboten. In Deutschland ist der ZL1 aktuell noch nicht auf dem Markt. US-Importeure rufen aktuell jedoch Preise von bis zu 80.000 Euro auf.

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