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Dacia Sandero: Das Nötigste zum revolutionären Preis

Mit einem äußerst niedrigen Preis hat der Dacia Sandero eine Revolution angezettelt. Für das Einstiegsmodell sind nur 7500 Euro fällig. Wer zwei Tausender mehr hinblättert, bekommt das Nötigste und einen 55 kW/75 PS starken 1,2-Liter-Benziner hinzu.

Mit einem äußerst niedrigen Preis hat der Dacia Sandero eine Revolution angezettelt. Für das Einstiegsmodell sind nur 7500 Euro fällig. Wer zwei Tausender mehr hinblättert, bekommt das Nötigste und einen 55 kW/75 PS starken 1,2-Liter-Benziner hinzu.

Mit einem äußerst niedrigen Preis von weit unter 10.000 Euro hat der Dacia Sandero eine Revolution angezettelt. Für das kompakte Einstiegsmodell sind nur 7500 Euro fällig, der Fahrer muss aber deutliche Abstriche in puncto Komfort hinnehmen. Wer zwei Tausender mehr hinblättert, bekommt die nötigsten Accessoires und einen 55 kW/75 PS starken 1,2-Liter-Benzinmotor noch dazu.

Robuster Charakter

Die 4,02 Meter lange Schräghecklimousine ist äußerlich gefällig gestaltet. Weit ausgestellte Radhäuser verleihen dem Fahrzeug einen robusten Charakter. Die Front zieren ein doppelter Kühlergrill und lang gestreckte, in die Seite reichende Scheinwerfer. Entlang einer recht flach stehenden Windschutzscheibe geht es auf das ab der Fahrzeugmitte leicht abfallende Dach, das in einem spitzwinkligen und vorgewölbten Heck endet.

Zwei wenig konturierte Sitze mit schwarzem Stoffbezug erlauben Fahrer und Beifahrer eine gute Sicht auf den vorausfahrenden Verkehr. Auch das überwiegend aus Kunststoff bestehende Cockpit in Zwei-Farben-Optik (Schwarz/Hellgrau) ist vollständig einsehbar. Die rückwärtige Übersicht ist jedoch äußerst dürftig, die breiten C-Säulen und die drei recht hohen Kopfstützen der Rückbank behindern vor allem beim Ein- und Ausparken. Bei den Bedieninstrumenten sitzt der Schalter der optionalen Nebelscheinwerfer weit unten links vom Lenkrad, was beim Einschalten während der Fahrt enormes Gefahrenpotential birgt. Ungewöhnlich: Zum Reinigen der Windschutzscheibe muss der Hebel für das Wischwasser gezogen und gleichzeitig zum Aktivieren der Wischer hinunter gedrückt werden.

Die Rückbank bietet Platz für bis zu drei Kinder, die mit Isofix-Befestigungen auch ausreichend Rückhalt finden. Bei der Mitnahme von größeren Erwachsenen sollte man sich trotz des Radstandes von 2,59 Meter jedoch auf zwei Personen beschränken. Denn auch die Kopf- und Kniefreiheit sind im günstigsten Falle ausreichend. Die hoch öffnende Heckklappe gibt den Blick frei auf den Kofferraum. Serienmäßig 320 Liter Stauraum erlauben problemlos die Mitnahme von bis zu vier Kästen Mineralwasser. Mit Umklappen der in höheren Ausstattungslinien asymmetrisch teilbaren Rückbank wächst der Platz gar auf 1200 Liter, Kinderwagen oder Bücherregal sind dann transportabel. Nur die hohe Ladekante erschwert das Beladen, die recht scharfkantige Hutablage birgt Verletzungsgefahr.

Hoher Lärmpegel im Innenraum

Für den Vortrieb steht unter anderem ein vom Mutterkonzern Renault entwickelter 1,2- Liter-Benzinmotor bereit, der 55 kW/75 PS leistet. Mit einen vom Hersteller angegebenen Normverbrauch von 5,9 Litern auf 100 Kilometern ist er der spritsparendste Benziner im Sortiment und trägt das sogenannte "Eco"-Label des Unternehmens. Im realen Alltag gibt sich das Aggregat jedoch mit nicht weniger als 7,0 Litern je 100 Kilometer zufrieden. Der Sprint auf 100 km/h gelingt innerhalb von 13,6 Sekunden, von der Ampel kommt man zügig los. Ein durchschnittliches Reisetempo 130 auf der Autobahn ist kein Problem, erst bei 161 km/h wird die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Der Motor des Testwagens entwickelt im Innenraum jedoch einen hohen Lärmpegel. Für die Kraftübertragung sorgt zudem ein hakeliges Fünf-Gang-Handgetriebe, das gerade beim Einlegen des Rückwärtsganges seine Schwächen hat. An jährlichen Kosten fallen beispielsweise bei der Axa 662,46 Euro an Kfz-Haftpflichtversicherung an.

Sitze bieten zu wenig Halt

In schnellen Kurven neigt der Fronttriebler zum Untersteuern, der Fahrer findet auf seinem Sitz wenig Halt. Die Lenkung hat zu viel Spiel. Die Federung ist für die Fahrzeugklasse durchaus ansprechend, Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster oder Schlaglöcher werden sanft an den Fahrer weitergegeben. Servolenkung ist in Kombination mit dem "Eco"-Benziner serienmäßig an Bord, ansonsten würde die Fahrt um enge Kurven, beim Rangieren und Einparken zur Qual werden. Für die Sicherheit sorgen serienmäßig unter anderem Fahrer-und Beifahrerairbag, das Antiblockiersystem ABS und ein Bremsassistent. Seitenairbags gibt es erst in den höheren Ausstattungslinien, der Schleuderschutz ESP ist nicht verfügbar.

Wer sich in Verzicht übt, findet im Dacia Sandero das richtige Gefährt. Zu einem niedrigen Preis gibt es einen soliden Kompaktwagen. Kenner heutiger Autostandards fühlen sich zwar in eine vergangene Zeit zurück versetzt, doch auch ohne die technischen Komforthelfer lässt sich immer noch Auto fahren - was heutzutage eine wirkliche Revolution ist.

Wegen der User-Fragen:

Im Vergleich zur Basisausstattung für 7500 Euro bietet das vorgestellte Eco-Modell für 9500 Euro: Einen sparsameren, aber gleichstarken Motor / Elektro-Paket (elektr. Fensterheber vorne, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung) / Klang & Klima-Paket (Klimaanlage + CD-Radio) / Hydraulische Servolenkung und einige Kleinigkeiten). Das Paket bietet für 2000 Euro einen sehr guten Gegenwert. Einen genauen Überblick über die verschiedenen Varianten gibt es bei Dacia

Benjamin Palm/mid / MID
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.