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Der neue Audi A8: Großangriff auf den 7er BMW

Dynamiklenkung, Allradantrieb, Luftfederung: Mit dem neuen A8 bläst Audi zum Angriff in der Luxusklasse. Anfang nächsten Jahres kommt er auf den Markt, nun gibt es erste Details zu der Ingolstädter Fahrmaschine.

Die Rolle des ewigen Dritten konnte Audi bei der zweiten A8-Generation nie ganz ablegen. Mit Volldampf greifen die erfolgreichen Ingolstädter zum Jahreswechsel 2009/2010 nach der Krone in der Luxusklasse. Erst den prächtig gestarteten 7er BMW hinter sich lassen und dann bestenfalls noch die scheinbar übermächtige Mercedes S-Klasse vom Thron stoßen. Der Auftrag ist schwierig, doch der Status Quo ist dem Duo Winterkorn / Stadler nach all den Jahren zu wenig. Der neue Audi A8 soll eine Fahrmaschine wie der 7er BMW werden und das Komfortgefühl einer Mercedes S-Klasse vermitteln. Dazu wandert die Kombination aus Motor und Getriebe weiter nach hinten um die Gewichtsverteilung zu verbessern.

Kein beengter Kopfraum mehr im Fond oder eine Hinterachse, die die Unterschrift des Fahrgastes im Fond unlesbar macht. Seine Kernkompetenzen unterstreicht der neue Audi A8 durch Dynamiklenkung, Allradantrieb, Sportdifferenzial und Luftfederung. Auch das mit dem A4 eingeführte Drive-Select-System, das Einfluss auf Motor, Getriebe, Lenkung und Fahrwerksabstimmung hat, hält in der Luxusklasse mit vier Ringen Einzug. Je nach Modellvariante wird der neue Audi A8 über das siebenstufige Dopplungsgetriebe S-Tronic und die in Kooperation mit ZF entwickelte Achtgangautomatik verfügen. Sie wird dann erstmals auch mit einer verbrauchsreduzierenden Start-Stopp-Elektronik kombiniert.

Rücksicht auf die Nobelmärkte

Das Design des neuen A8 (interne Bezeichnung D4) wird sich mehr als Evolution denn als Revolution präsentieren. Ganz im Stil von Audi A4 / A5 und der Detroit-Studie des A7 Coupés wird sich die A8-Front filigraner und dynamischer als bisher dastehen. Die neue Formensprache lässt die Front und das gesamte Fahrzeug noch gedrungener und dynamischer als beim Vorgänger erscheinen. Motorhaube und Heckklappe gehen über Wind- und Heckscheibe weich in die Dachlinie über. Gerade mit Rücksicht auf die so wichtigen Nobelmärkte in Asien und den USA wird auch die nächste A8-Generation wieder mit kurzem und langem Radstand angeboten. Bei den Sicherheitsextras dürfte der A8 sich auf dem Niveau von Mercedes S-Klasse und 7er BMW befinden. Unter anderem an Bord: zahlreiche Airbags, LED-Licht, Spurhalte-, Müdigkeits-, Notbrems-, Totwinkelassistent, Abstandstempomat und Verkehrszeichenerkennung. Das Bedienkonzept MMI wurde den neuen Erfordernissen angepasst und präsentiert sich in der nächsten Generation ergonomischer.

Im Vergleich zum Vorgänger wird der neue Audi A8 deutlich an Gewicht abspecken. Effiziente Triebwerke zwischen 230 und über 500 PS sollen in der Luxusliga neue Maßstäbe setzen. So will Audi das Leistungsspektrum deutlich nach oben anheben, und die Verbräuche nicht zuletzt durch die Verwendung von Leichtbaumaterialien reduzieren. Die normalen Benzindirekteinspritzer werden sukzessive von modernen Direkteinspritzern mit variablem Ventilhub und Turboaufladung ersetzt. Ein Sparmodell mit Frontantrieb scheint ebenso beschlossene Sache zu sein wie das obligatorische Topmodell S8 mit deutlich mehr als 500 PS. Erwartetes Volumenmodell auf den europäischen Markt dürfte ein rund 250 PS starker Commonrail-Diesel mit drei Litern Hubraum sein. Der 4,2 Liter große Achtzylinder-TDI dürfte im Programm bleiben. Ob der aus dem Q7 bekannte Sechsliter-V12 ebenfalls im A8 kommt, scheint ungewiss.

Seine Weltpremiere wird der neue Audi A8 Ende 2009 feiern. Bei den Händlern steht die neue Luxuskarosse dann Anfang 2010 – zu Preisen zwischen 70.000 und 140.000 Euro. Mittelfristig soll es – insbesondere mit Blick auf den US-Markt - auch eine Hybridversion geben. Für die Überseemärkte wird zudem ein überarbeiteter V12-Benziner mit sechs Litern Hubraum und knapp 500 PS angeboten.

Stefan Grundhoff, press-inform / press-inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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