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Ford Mondeo Vignale: Ford bringt den Edel-Mondeo

Nun will Ford im Premiumsegment Kunden finden. Neben ein paar Chromleisten und schicken Ledersitzen, überzeige Geräuschreduzierung und Allradantrieb. Der satte Aufpreis schockt aber.

Erster Vertreter der neuen Premium-Linie von Ford: Der Mondeo Vignale startet im September zum Preis ab 40 700 Euro in Deutschland.

Erster Vertreter der neuen Premium-Linie von Ford: Der Mondeo Vignale startet im September zum Preis ab 40 700 Euro in Deutschland.

"In diesem Jahr wollen wir noch 700, im kommenden Jahr 2.000 Mondeo Vignale verkaufen", verrät Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes die Verkaufsziele des neuesten Ford-Familien-Mitglieds. Ob die Kölner dieses Ziel erreichen werden, ist zu wünschen. Doch die große Frage ist, warum sich die bisherigen Mondeo-Kunden eigentlich für den Vignale entscheiden sollen, der rund 5.900 Euro mehr als das bisherige Topmodell Titanium kostet. Denn die Unterschiede, abgesehen von einer speziell-braunen Außenbarbe, einem hexagonalen Wabenmuster im Frontgrill und den aus 40 Leder-Einzelteilen besehenden Frontsitzen fallen bescheiden aus. Und wenn selbst für ein Navigationssystem bei der neuen Topausstattung noch 790 Euro Aufpreis gefordert werden, gehen Ford die Argumente schon vor der Markteinführung in diesem Sommer aus. Sollte zudem die gewünschte Farbe nicht unter den vier Angebotenen zu finden sein, bleibt nichts anderes übrig, als der Griff zum Mondeo von der Stange.

Ford Mondeo Vignale: Luxus auf Kölsch
Mit dem 2,0 Liter großen Dieselmotor...

Mit dem 2,0 Liter großen Dieselmotor...

Ganz so normal, wie die Serien-Mondeos kommt der ab 40.700 Euro teure Vignale dann aber doch nicht ums Eck. Der Anspruch, den deutschen Premiummarken den einen oder anderen Kunden abzufischen ist keinesfalls einem falschen Ehrgeiz oder einer maßlosen Selbstüberschätzung entsprungen. Ein Mondeo war und ist ein gutes Auto und jederzeit als ernstzunehmender Konkurrent zur selbsternannten Premiumklasse zu sehen. In puncto Fahrwerk und Lenkung setzt Ford seit Jahrzehnten die Messlatte auf mindestens dieselbe Höhe, wie die unterm Strich spürbar teurere Konkurrenz. Da wundert es nicht, dass der neue Allradantrieb, der je nach Gripanspruch die Motorleistung von 180 Diesel-PS entweder ganz an die Vorderräder oder an alle vier Räder verteilt, sich nahtlos in die Reihe der hervorragend funktionierenden Antriebskonzepte eingliedert. Zu keinem Zeitpunkt, weder auf rutschigem Kopfsteinpflaster noch auf sandigem Untergrund verliert der, als 2,0 Liter großer Selbstzünder mit Automatikgetriebe mindestens 46.000 Euro kostende Kombi seinen Kontakt zum Boden.

Teure Stille an Bord

Vor allem das per Geräuschunterdrückungs-System aktiv bis zu drei Dezibel reduzierte Innenraum-Geräuschniveau macht das neue Flaggschiff auf Anhieb attraktiv. Die dank ihrer Perforation auch zur Belüftung geeigneten Ledersitze bieten zudem einen hohen Sitzkomfort auf langen Strecken. So schön die verwendeten Nähte bei den Sitzen und den vielen belederten Stellen im Fahrzeug auch ausschauen - weiße Nähte auf dem Armaturenbrett spiegeln sich nicht erst seit heute in der Windschutzscheibe und sollten eigentlich im Designstudio eines jeden Herstellers auf der Tabuliste stehen.

Edles Leder, wohin man blickt.

Edles Leder, wohin man blickt.

Was zu einem weiteren, wenn nicht dem Verkaufsargument überhaupt für die ab sofort zum Premiumkunden ernannten Vignale-Besitzer führt: ihrer Spezialbehandlung sowohl vor als auch bis weit nach dem Kauf. "Für uns ist entscheidend, dem Kunden, der mehr will, etwas zu bieten", schwärmt Bernhard Mattes vom neuen Vignale-Konzept. Die Kunden eines der bis zu 500 neu entwickelten Ford Stores in Europa, von denen 90 in Deutschland zu finden sein werden, lassen sich in einer speziellen Vignale-Lounge beraten, betüddelt, oder kurz gesagt ein Extra-Kümmerer ist vor Ort. Eine Person, die auch über den Kauf hinaus zu nahezu jeder Zeit für den stolzen Besitzer des Ford-Flaggschiffs parat steht. Sollte der Winter wider Erwarten im Dezember einen spontanen Reifenwechsel notwendig werden lassen, findet sich so etwas rascher ein Termin. Oder verbindet sich das neue Smartphone nicht so, wie es das Sync-System gern hätte: "kein Problem, nur Lösungen."

"Car of the Year"-Finalist Ford Mondeo: Der schicke Kombi für lange Strecken

Gemütliche Maschine

Am gemütlichen Habitus des Reise-Kombis im Designer-Kleid ändert aber auch diese Extraportion Kundenbetreuung nichts. Der dank seines 5,3 Liter geringen Verbrauchs auf Reichweite getrimmte Diesel lässt seine bis zu 400 Newtonmeter Drehmoment nur dann spontan und flott abrufen, wenn das Automatikgetriebe in den Sportmodus getrieben wurde. Wem mehr am ruhigen Fahren und dem Genuss des Anblicks der Restreichweite gelegen ist, der kann sich beim Ford Mondeo Vignale auf keinen Fall beschweren und ist für viele Jahre gut aufgehoben. Und falls dann doch mal ein kleines oder großes Problem auftauchen sollte: der Kümmerer freut sich bestimmt schon auf den Anruf.

Press-Inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.