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Größer, schöner, neuer: Fahrbericht: Peugeot 307 1.4 Break

Ein großer Lufteinlass, ein chromumrandetes Löwen-Logo und dazu Scheinwerfer wie Katzenaugen. Einen "hungrigen Löwen mit charmantem Blick" nennt Peugeot-Chef Olivier Veyrier das Gesicht des überarbeiteten 307.

Wer seinen eigenen kleinen Löwen spazieren fährt, sollte einen Blick auf die Kombi-Version "Break" werfen. Der Pampers-Bomber bietet zwar nicht so ein riesiges Glasdach wie der erfolgreiche 307 SW. Dafür aber hat Peugeot für den Break dickere Ausstattungspakete geschnürt. So verfügt bereits die Version "Tendance" über in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger und Schutzleisten. Der mit Leder bezogene Schaltknauf und das mit perforiertem Leder bezogene Lenkrad tragen zusammen mit den chromumrandeten Instrumenten zu einem angenehmen Ambiente bei.

Der Break rollt auf schicken 16-Zoll Équinoxe-Leichtmetallfelgen (Tendance und Prémium) und kostet zwischen 17.100 Euro (als 1.4 Grand Filou Cool mit 88 PS) und 22.550 Euro (als Prémium mit 2.0-Liter-Diesel und 136 PS). Der Prémium bietet unter anderem Klimaautomatik mit getrennter Regelung für Fahrer und Beifahrer, Armlehnen vorne, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel sowie ein praktisches Brillenfach, das sich aus dem Dachhimmel vor dem Innenspiegel ausklappen lässt. Dazu kommen elektrische Fensterheber mit Einklemmschutz vorne und hinten, Nebelscheinwerfer und ein Sechsganggetriebe.

Im Innenraum ist der Break für den Alltags- wie den Urlaubs-Trip gut gerüstet. Zum Beispiel mit bequemen Sitzen und einer Mittellehne im Fond - samt Becher-Haltern. Bei der Kniefreiheit scheint Peugeot eher an zierliche Französinnen gedacht zu haben. Ffür große Reisende geht es in der zweiten Reihe ein wenig beengt zu. Vorne ist das Platzangebot dafür großzügig.

Der Kofferraum schluckt 503 Liter (ein Golf Variant zum Beispiel liegt bei 460). Wird die geteilt umklappbare Rückbank abgesenkt, wächst der Stauraum im Break auf 1675 Liter. Zudem lassen sich die Sitzflächen der Rücksitze entfernen und liefern noch mal 130 Liter Stauraum. Ein Gepäcknetz für den Boden ist serienmäßig bei allen Break-Versionen an Bord. Praktisch sind zwei Staufächer quer im Ladeboden, in denen sich allerlei Krimskrams unterbringen lässt, den man sonst immer beim Einkaufen mit den Getränkekisten platt drückt.

Beim Einparken stört die fehlende Übersicht nach vorn - Schuld daran ist die abfallende Haube. Beim Fahren erfreut der Break mit einer direkten Lenkung und einem straffen Fahrwerk - für manchen Geschmack etwas zu straff. Unter der Haube spielt auch bei Peugeot der Diesel eine immer größere Rolle. Beide Dieseltriebwerke (1.6-Liter HDi 110 mit 80 kW/109 PS und 2.0-Liter HDi 135 mit 100 kW/136 PS) verfügen serienmäßig über einen Rußpartikelfilter. Schon der kleinere Diesel bietet ein ordentliches Durchzugsvermögen und ist, außer bei hohen Drehzahlen, angenehm leise. Für entspanntes Reisen mit genügend Reserven beim Überholen reicht der HDi 110 allemal und ist mit etwa fünf Litern Durchschnittsverbrauch (innerorts: 6,2) sparsam. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 174 Km/h.

Der stärkere HDi 135 ist nur lieferbar in Verbindung mit den Ausstattungsoptionen Tendance oder Prémium. Damit kostet der Break 22.550 Euro (im Vergleich zu 21.100 Euro beim HDi 110). Im Juni 2006 will Peugeot den HDi 135 im 307 Break, SW und Limousine zusammen mit dem TipTronic-System von Porsche anbieten. Schon vorher plant Peugeot-Chef Veyrier eine Reihe von limitierten Sondermodellen mit Preisvorteilen zwischen 1100 und 1400 Euro. Für den Break ist dabei nur das Sportpaket "Oxygo" vorgesehen, das auf der Ausstattungsoption Tendance basiert.

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