Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi Offroad Express


Das barocke Äußere des erfolgreichen Hyundai Santa Fe ist verschwunden. Die zweite Generation macht Schluss mit bauchigen Rundungen und setzt optisch auf Dynamik. Und auch sie hat das Zeug zum Erfolgsmodell.

Der neue Santa Fe ist nicht wieder zu erkennen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger präsentiert er sich deutlich drahtiger. Doch kann er halten, was die Optik verspricht? Unter der Haube brummeln ab sofort entweder ein V6-Motor oder ein neu entwickeltes CRDi-Triebwerk mit 2,2 Litern Hubraum. Damit nicht genug: Gegen Aufpreis wird aus dem koreanischen SUV sogar ein Siebensitzer.

Zugegeben: Der Vergleich mit den Mandelaugen klingt bei Autos aus Fernost immer reichlich abgedroschen. Aber beim Santa Fe passt er nun mal bestens. Die breiten, schlitzartigen Scheinwerfer wirken schnittig und elegant, wie man es selten bei einem SUV sieht. Das europäische Design kaschiert geschickt den Speck, den Hyundais großes SUV gegenüber dem Vorgänger angesetzt hat: Die Länge wuchs um knapp 18 Zentimeter auf nunmehr 4,68 Meter. Zudem ist der koreanische Allradler breiter und bietet ein Plus an Radstand und Kofferraumvolumen.

Dritte Sitzreihe möglich

Die gewachsenen Abmessungen kommen besonders den Fondpassagieren zugute. Kopf- und Kniefreiheit sind reichlich, erst jenseits der 1,90 Meter Körpergröße dürfte man sich im Passagierabteil des Santa Fe etwas beengt fühlen. Die Rückbank ist im Verhältnis 60:40 umklappbar.

Wer mehr Personen kutschieren muss, kann für 1.490 Euro Aufpreis das 7-Sitzer-Paket ordern. Das besteht aus zwei zusätzlichen Sitzen vor der Kofferraumklappe, die sich mit einem Handgriff aufrichten oder im Boden versenken lassen. Klappt problemlos. Der Einstieg über die umgeklappte Fondbank ist jedoch mühsam. Und in der letzten Reihe sitzt man allenfalls dritter Klasse. Dazu bietet das Paket eine separate Klimaanlage für die dritte Sitzreihe und einen automatischen Niveauausgleich. Ohne dritte Sitzreihe und bei umgelegter Rückbank steigt das Kofferraumvolumen auf 1.582 Liter.

Pluspunkte für die Alltagstauglichkeit

Das Cockpit mit Mittelkonsole und Schaltkulisse in Alu-Optik hinterlässt einen wertigeren Eindruck als beim Vorgänger. Viele Ablagefächer, Kartenleselampen sowie Dosen- und Flaschenhalter in den hinteren Türen liefern Pluspunkte in Sachen Alltagstauglichkeit. Durchdacht ist auch die Heckklappe, die mit einem großen Handgriff geöffnet wird. Die Ladekante ist allerdings hoch und die zum Heck hin ansteigende Karosserie zeigt sich beim Einparken etwas gewöhnungsbedürftig.

Der Santa Fe wird als reiner Fronttriebler oder als Allradler angeboten, zudem wahlweise mit Viergangautomatik oder Fünfgang-Schaltgetriebe. Als Motoroptionen stehen ein V6-Benziner mit 2,7 Litern Hubraum und 189 PS sowie ein modernes CRDi-Aggregat mit 2,2 Litern Hubraum und 150 PS zur Verfügung. Der neue Diesel soll ab dem Spätsommer dann auch die Abgasnorm Euro-4 erfüllen und serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet werden. "Wer sich schon jetzt für einen Santa Fe entscheidet, bekommt einen Gutschein für die spätere Nachrüstung", tröstet Hyundai-Sprecher Thomas Rauh potenzielle Kunden.

180km/h in der Spitze

Der 2.2 CRDi sorgt bei dem 1,7 Tonnen schweren Koreaner für respektable Fahrleistungen. 335 Nm maximales Drehmoment und 180 km/h Spitze liegen denn auch im Klassendurchschnitt. Deutlich müder präsentiert sich der Santa Fe mit Automatikgetriebe. Was der CRDi in Sachen Kultiviertheit vermissen lässt, holt er durch einen günstigen Verbrauch wieder heraus: 7,3 Liter Durchschnittsverbrauch (Automatik: 8,1 Liter) können sich für einen Allradler dieser Dimensionen durchaus sehen lassen.

Der Allradantrieb schaltet sich mit einer elektromagnetischen Mehrscheibenkupplung schlupfabhängig zu. Bei normaler Fahrt liegt die Kraft komplett auf den Vorderrädern. Bei Bedarf können bis zu 50 Prozent der Leistung auf die Hinterräder geleitet werden.

Bodenwellen schluckt die Federung des neuen Hyundai Santa gut weg. Auf Schotter sorgt das beim Santa Fe serienmäßige ESP für Stabilität in schnellen Kurven - zumindest bis das Fahrzeuggewicht einen Strich durch die Rechnung macht.

Der Hyundai Santa Fe kostet als Allradversion ab 31.990 Euro. Dafür bringt er eine ordentliche Ausstattung mit, zu der auch ABS, ESP und diverse Airbags gehören. Ein Komfort-Paket mit Sitzheizung, elektrischen Ledersitzen und Klimaautomatik gibt es gegen 2.990 Euro Aufpreis.

Press-Inform

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker